Was haben sich die Organisatoren wohl dieses Jahr für uns ausgedacht? Ob es uns wohl gelingt, die zugeteilte Aufgabe in der vorgegebenen Zeit zu Ende zu bringen? Hoffentlich wird‘s nicht zu anstrengend! Die rund 170 Jungen und Mädchen, die am Donnerstagnachmittag vor der Bräunlinger Stadthalle warten, sind ganz aufgeregt. Gleich erfahren sie, vor welche Herausforderung sie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in diesem Jahr bei seiner 72-Stunden-Aktion stellt.

Jugendbüro des Dekanats organisiert das Event

Zum zweiten Mal findet die 72-Stunden-Aktion auf Bundesebene statt, an der Premiere beteiligten sich deutschlandweit 80 000 Freiwillige. In den drei Tagen werden in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die politische und gesellschaftliche Themen wie Inklusion, Klimaschutz oder Bildung aufgreifen. Für das Erzbistum Freiburg ist es bereits die fünfte Aktion. Für die Organisation vor Ort ist das Jugendbüro des Dekanats Schwarzwald-Baar in den Personen von Tanja Fischer (Jugendreferentin) und Anna Ketterer (Dekanatsjugend- und Bildungsreferentin) zuständig.

Svenja, Nils und Elisa (von links) von der Ministrantengruppe Behla renovieren mit ihren Freunden die Florianshütte.
Svenja, Nils und Elisa (von links) von der Ministrantengruppe Behla renovieren mit ihren Freunden die Florianshütte. | Bild: Ferdinand Harich

Im Vorhinein besuchte ein Koordinierungskreis die Jugendgruppen, die sich angemeldet haben. Dabei wurde entschieden, welche Art von Projekt sich eignet. Der Benefiz-Marathon findet immer in unregelmäßigen Zeitabständen statt, so bleibt er auch etwas Besonderes. Die letzte Aktion dieser Art fand in der Region vor genau sechs Jahren statt.

Aus dem Städtedreieck haben sich sechs Gruppen angemeldet, um in ihrem Umfeld die Welt ein bisschen besser zu machen. Und zwar die Ministranten aus Bräunlingen, Döggingen, Behla und Donaueschingen sowie die Wohngruppe Johannes von Mariahof in Hüfingen.

Grußworte von Politikern

Rückenwind für den Ehrenamts-Einsatz gaben gestern beim Start der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei (CDU), die Landtagsabgeordnete Martina Braun (Grüne) und der Bräunlinger Bürgermeister Micha Bächle (CDU) als Gastgeber. Frei unterstrich den gesamtgesellschaftlichen Wert der 72-Stunden-Aktion – denn bei der Aktion werde Menschen geholfen, die ansonsten weniger Unterstützung fänden. Ganz wichtig für ihn: die Nachhaltigkeit der einzelnen Aufgaben.

Bürgermeister Micha Bächle, vor vielen Jahren selbst einer, der in Löffingen bei der 72-Stunden-Aktion die Ärmel hoch krempelte, betonte den Gemeinschaft stiftenden Sinn der Aktion. Und Martina Braun wünschte den Kindern und Jugendlichen viel Spaß und noch mehr Elan. Die Grußworte fielen sehr kurz aus, nach 72 Sekunden mussten sie beendet sein.

Helfer dürfen Kinder gerne unterstützen

Lukas Nusser vom Koordinierungskreis rief die Menschen auf der Baar auf, die Teilnehmer zu unterstützen. Hilfe könne vielfältig sein: in Form von Verpflegung, in Form von Baumaterialien und wer möge, dürfe den Jungen und Mädchen auch tatkräftig bei ihrem Projekt unter die Arme greifen. Und wie wird der Kontakt hergestellt: einfach auf die Homepage der 72-Stunden-Aktion (www.72stunden.de) gehen und den Koordinierungskreis Schwarzwald-Baar anklicken. Dort sind die Orte zu finden, an denen die fünf Gruppen aus dem Städtedreieck sich engagieren.

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