Endlich gibt es eine Impfpflicht gegen Masern. Ist es derzeit noch so, dass sich Eltern, die sich gegen eine Impfung ihres Kindes entscheiden, zumindest beim Arzt beraten lassen müssen, um einen Kindergartenplatz zu bekommen, ist das schon bald nicht mehr notwendig. Dann greift die staatlich verordnete Impfpflicht gegen die Masern.

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Richtig, zuerst auf das Verantwortungsbewusstsein der Eltern zu setzen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich selbst um eine entsprechende Vorsorge ihres Nachwuchses zu kümmern. Hier geht es aber vor allem auch um die Mitmenschen, die durch eine Masern-Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen werden können, sogar daran sterben können.

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Fakten und Gerüchte

Was die Unterscheidung zwischen Fakten und Gerüchten rund um die Impfung betrifft, stößt man auf eine Vielzahl unterschiedlicher Argumente. Allerdings belegen zahlreiche seriöse Studien die Wirksamkeit der Impfung und erklären, wie harmlos sie ist. In die Gemengenlage der Diskussion mischen sich dabei nur allzu oft unzureichend belegte Annahmen aus der Welt der Homöopathie. Auf die Schulmedizin zu vertrauen erscheint mir allerdings als der vernünftige Weg.

Es braucht auch Pflichten

Nun hat sich der Staat richtig dazu entschieden, hier eine verpflichtende Impfung einzufordern. Wir leben in einer Gemeinschaft, die eben gewisse Regeln vorgibt, ob die nun einer dumm finden mag, oder nicht. Wer Auto fahren möchte, der braucht eben einen Führerschein. Wem die Schule nicht passt, der muss sein Kind trotzdem dorthin schicken. In einem Staat gibt es Rechte und Pflichten – anders kann es nicht funktionieren.

Es dürfte interessant sein, wie rückblickend in der Zukunft einmal über diese Zeit gesprochen wird. Bedenken über Impfungen gegen bestimmte Krankheiten gab es schon immer. Die Pocken gelten allerdings mittlerweile als ausgerottet. Impfgegner gibt es weiterhin.