Als die Eichendorffschule geplant wurde, war von Eltern-Taxis noch lange nicht die Rede. Dass einmal eine Vielzahl von Autos und Bussen zu Schulbeginn und -ende die enge Wohnstraße passieren werden werden, um möglichst nah an den Eingang zu fahren, konnten sich die Planer wohl nicht vorstellen. Wer eine Schule damals plante, der dachte an ein Gebäude und eine Außenanlage, aber weniger an die Verkehrsanbindung der Schule.

Lange wurde über den Neubau der Realschule nur gesprochen, nun gibt es auch etwas zu sehen. Aus 17 Entwürfen wurden diese Pläne als die besten ausgewählt.
Lange wurde über den Neubau der Realschule nur gesprochen, nun gibt es auch etwas zu sehen. Aus 17 Entwürfen wurden diese Pläne als die besten ausgewählt. | Bild: Quelle: ARGE ASH Architekten, Sander Hofrichter Architekten GmbH, Hofmann Röttgen Landschaftsarchitekten BDLA, Ludwigshafen

Bei der neuen Realschule soll das anders werden. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen und im Gemeinderat herrscht große Einigung, dass es doch ein sehr gelungener Entwurf sei und mit der angenehmen Begleiterscheinung, dass noch nicht einmal die Planungen gesiegt haben, die den größten finanziellen Kraftakt für die Stadt bedeuten würde. Bis die Schule steht, wird es allerdings noch dauern: „Das eigentlich Planen geht jetzt erst los“, sagt Stadtbaumeister Christian Unkel. Und es sei damit zu rechnen, dass nun gut ein Jahr weiter geplant wird. „Da hängt aber auch viel von unserer Entscheidungsfreudigkeit ab“, sagt Unkle in Richtung der Gemeinderäte. Beim zuständigen Architekturbüro sollte Schlagkraft vorhanden sein. Aber: „Für die Planung sollte man sich auch Zeit nehmen, denn es geht um sehr viel Geld und wenn wir die Planung nicht auf sicheren Füßen stellen, holt uns das nachher wieder ein.“

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Nachdem nun auch klar ist, wie die neue Realschule aussehen wird und wie genau sich das Schulgebäude und die Drei-Feld-Turnhalle genau auf dem Gelände positionieren sollen, können nun auch andere Fragen diskutiert werden. Schon in den Haushaltsreden wiesen mehrere Fraktionen auf die verkehrstechnische Anbindung der Realschule hin. Hier gibt es noch viele offene Fragen: Wo sollen die Lehrer alle parken? Wo genau halten die Busse? Soll es eine Eltern-Taxi-Zone geben und wenn ja, wo wäre das geschickt? Und dann gibt es ja noch die Frage, ob eine Drückampel zwischen den beiden Verkehrsampeln auf dem Hindenburgring wirklich geschickt ist.

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Die CDU-Fraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag gestellt: „Wir sehen die Notwendigkeit, sowohl Zubringerverkehr im Umfeld des Schulstandortes als auch den ruhenden Verkehr frühzeitig bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen“, sagt Fraktionssprecher Marcus Greiner. Deshalb beantrage seine Fraktion, ein externes Fachbüro mit einer Verkehrsuntersuchung zu beauftragen. Dessen Aufgabe müsse es sein, die zu erwartenden Verkehrsfrequenzen zu ermittelt und ergebnisoffen erste Lösungsvorschläge erarbeitet. „Der Vorrang des Schulbusverkehrs vor den sogenannten Eltern-Taxis sollte dabei genauso Berücksichtigung finden, wie die Einbindung des derzeit angedachten Nahversorgers“, sagt Greiner. In Abstimmung mit der Konversions- und Entwicklungsgesellschaft müsse auch geprüft werden, wie viele Parkplätze für die Lehrer benötigt werden und wo diese angeordnet werden können.

Auch für Verwaltung gibt es eine Hausaufgabe: Die CDU möchte nämlich, dass bei den entsprechenden Unternehmen die grundsätzliche Investitionsbereitschaft für einen Nahversorger abgefragt werden sollen.

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