Viele Aktivitäten, darunter Vorträge, Powergymnastik, Wanderungen, Feiern, Firmenbesuche, Radtouren, Besichtigungen und Bewirtungen, stehen jedes Jahr auf dem Programm des Bräunlinger Landfrauenvereins, der auf sechs Jahrzehnte seit seiner Gründung am 23. März 1961 zurückblicken kann. Der Verein hat die Coronazeit bisher ohne größere Blessuren überstanden. Zwar mussten fast alle gewohnten Vorhaben abgesagt werden, darunter auch die Hauptversammlung mit Wahlen, doch vor allem die gute Vernetzung mit dem Landfrauenverband hat viele Ersatzangebote ermöglicht, vor allem im digitalen Bereich.

Die Vorsitzende Edeltraud Hofacker bilanziert: „Wir mussten, wie viele andere Vereine, etliche Einschränkungen und Absagen in Kauf nehmen, doch bisher sind wir Bräunlinger Landfrauen mit dem Verlauf der noch möglichen Vereinsaktivitäten trotz starker Drosselungen zufrieden. Zwar sind bei uns die großen Feste, wie Kilbig und Straßenmusiksonntag, als gute Einnahmequellen in unserer Vereinsbude mit Speck und Apfeldünne und die gerne angenommene Gemeinschaft zur Stärkung des Vereinslebens weggefallen, doch da wir keine größeren Fixkosten haben, können wie das gut verkraften. Bisher hat wegen der Pandemie-Einschränkungen noch kein Vereinsmitglied seine Mitgliedschaft gekündigt und ich gehe davon aus, dass nach der Pandemie alle wieder mit dabei sind und sich wie wir im Vorstand auf unser abwechslungsreiches, inhaltsvolles und geselliges Vereinsleben freuen.“

Ein Bild aus geselligen Zeiten vor der Corona-Pandemie: Mit diesem Vorstand gehen die Bräunlinger Landfrauen auch durch das 60. Jahr des Vereinsbestehens. Von links: Marianne Gut, Irene Glunk, Renate Busse, Brunhilde Wetzel, Angelika Dold, Edeltraud Hofacker, Michaela Baur, Diana Horn und Cornelia Mattes.
Ein Bild aus geselligen Zeiten vor der Corona-Pandemie: Mit diesem Vorstand gehen die Bräunlinger Landfrauen auch durch das 60. Jahr des Vereinsbestehens. Von links: Marianne Gut, Irene Glunk, Renate Busse, Brunhilde Wetzel, Angelika Dold, Edeltraud Hofacker, Michaela Baur, Diana Horn und Cornelia Mattes. | Bild: Dagobert Maier

Zu den digitalen Aktivitäten im Landfrauenverband gehören laut Edeltraud Hofacker Konferenzen, Onlinetreffen, Seminare und Vorträge. Sie erwähnt aber auch die Kehrseite: „Am meisten leiden unsere älteren Mitglieder durch das stark heruntergefahre Programm, da sie oft nicht durch E-Mail oder WhatsApp mit den anderen Vereinsmitgliedern verbunden sind.“

„Unsere wichtigsten Einnahmequelle, die Dünnestände an Kilbig und am Straßenmusiksonntag fielen 2020 weg, sodass nur noch die niedrigen Vereinsbeiträge etwas Geld in die Kasse brachten. Doch diese Mindereinnahmen bringen unsere Landfrauengruppe nicht in Probleme, da wir in der Regel keine größeren Ausgaben haben. Auch müssen wir keinen Raum verwalten, was Fixkosten bringen würde. Andere Vereine müssen zum Beispiel Übungsleiter oder Dirigenten finanzieren“, erläutert die Vorsitzende.

Junge Mitglieder machen Mut für die Zukunft

Für die Bräunlinger Landfrauengruppe sind die Corona-Einschränkungen aktuell also nicht so dramatisch, doch die Mitglieder vermissen die persönlichen Begegnungen bei Ausflügen, Festen, Gymnastikstunden, Frauenabenden und auch Vorträgen. Außer einer Wanderung und einer schön gestalteten Weihnachtskarte an alle Mitglieder mussten alle weiteren Vorhaben abgesagt werden. Das abwechslungsreiche und nicht nur von den Mitgliedern gelobte Vereinsleben hat im Jahr 2020 so gut wie nicht stattgefunden.

Die Vorsitzende Edeltraud Hofacker freute sich aber, dass 2019 etliche junge Frauen als neue Mitglieder zur Landfrauengemeinschaft hinzugestoßen sind, was auch für die Zukunft viel Mut mache. Zur Gestaltung der Zukunft gehört auch eine Unterschriftenaktion des Deutschen Landfrauenverbandes für die Geburtshilfe im ländlichen Raum, damit dieser wichtige Dienst nicht noch mehr gekürzt und ausgedünnt wird.