Das erste Neubürgerfrühstück der Stadtverwaltung im Sitzungssaal des Rathauses war ein voller Erfolg und kam bei den eingeladenen Teilnehmern überaus positiv an. Die Gelegenheit, um sich kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen war günstig. Bürgermeister Micha Bächle informierte über eine gesunde Bevölkerungsentwicklung der Stadt, die im vergangenen Jahr unter dem Strich schließlich 50 Einwohner mehr zählte. Neubürger präferieren aus den unterschiedlichsten Gründen Bräunlingen als ihr neues Wohn- und Lebensumfeld.

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Genau diese herauszufinden und der Bevölkerung die Möglichkeit zu bieten, ihre Heimat gemeinsam zu gestalten ist ein Ziel des Förderprojektes „Digitalisierung und Heimat“. Das Land Baden-Württemberg wählte die Zähringerstadt eigens dazu als eine von neun Pilotkommunen aus. Bächle beschrieb das Projekt als eine Chance im Zeitalter der Digitalisierung die Gestaltung von Heimat und einem optimalen Lebensumfeld bei gleichzeitiger Stärkung der Gemeinschaft gemeinsam anzupacken. Dabei soll etwa auch der Internetauftritt der Stadt modern werden.

„Stadt mit Charme“

Eveline Frick kommt aus Donaueschingen und arbeitet als Bekleidungsingenieurin in Titisee-Neustadt. Ein Kriterium auf der Suche nach einer neuen Wohnung war, dass sie sich im Städtedreieck befindet: „Bräunlingen ist eine Stadt mit Charme, liegt in einer schönen Umgebung und mein Arbeitsplatz ist über die Bundesstraße gut erreichbar“. Frick wohnt in einer Dreizimmerwohnung, in der sie die Möglichkeit nutzt, einen Kreativraum für ihre Hobbys einzurichten. Sie wohnt auf dem Galgenberg und bezeichnet die Nähe zur Feld, Wald und Wiese als weiteres Plus. Was ihr in Bräunlingen fehlt, ist eine Drogerie.

Eveline Frick
Eveline Frick | Bild: Rainer Bombardi

„Die offene Art hat uns sofort gefallen“

Der Blumberger Thorsten Richter und die Unterkirnacherin Friederike Storz wählten die Zähringerstadt bewusst als ihre neue Heimat aus. „Unser neues Eigenheim am Bregenberg war ein Glücksgriff. Ich kann zu Fuß meinen Arbeitgeber erreichen und Friederike hat es nicht weit zu ihrer Stelle als Lehrerin an der Realschule in Donau,“ freut sich Richter. „Uns hat die offene Art der Bräunlinger gegenüber Neubürgern sofort gefallen. Zudem kam uns das infrastrukturelle Angebot und die kurzen Anbindungen in eine tolle Umgebung in allen Himmelsrichtungen entgegen,“ ergänzt Friederike Storz.

Thorsten Richter und Friederike Storz mit Nachwuchs.
Thorsten Richter und Friederike Storz mit Nachwuchs. | Bild: Rainer Bombardi

„Es liegt zentral“

Durch Zufall landete Ünal Bilgehan auf seiner Suche nach einer neuen Wohnung in Döggingen. Der Geschäftsinhaber einer Donaueschinger Firma kannte Döggingen zuvor hauptsächlich als Durchfahrtsort. „Döggingen liegt zentral, die Menschen sind nett und stahlen viel Wärme aus und meine Vermieter sind zuvorkommend.“ Bilgehan, der vor 16 Jahren nach Deutschland gekommen ist, lernte Döggingen zudem als einen sauberen Ort kennen, der aufgrund seiner Lage zur Schluchtenlandschaft auch reichlich Gelegenheiten bietet, die Natur aus nächster Nähe zu Fuß zu entdecken.

Ünal Bilgehan
Ünal Bilgehan | Bild: Rainer Bombardi

„Fanden alles, was wir suchten“

Eine der wohl weitesten Strecken auf der Suche nach einem neuen Eigenheim nahmen Marion und Andreas Senns in Kauf. Die gebürtigen Sachsen wählten per Internetrecherche gezielt eine freie Mietwohnung in Unterbränd aus. „Hier fanden wir alles, was wir suchten. Eine reizvolle Natur, eine ruhige Umgebung und ein erkennbares Umweltbewusstsein. Die Möglichkeit, regionale Produkte vor unserer Haustür zu kaufen, sich in einem der zahlreichen Vereine zu engagieren, freundliche und hilfsbereite Mitmenschen waren weitere Kriterien die für die Verlagerung unserer Lebensmittelpunktes sprachen“.

Marion und Andreas Senns
Marion und Andreas Senns | Bild: Rainer Bombardi