Direkt vor dem Betriebsgelände der Firma Freilacke wandelt sich der Dögginger Bahnhof. Er wird zu einem Verkehrs-Knotenpunkt ausgebaut. Es soll einen zweiten Bahnsteig geben, zudem wird es eine Buswendeplatte geben. Alles ganz im Zeichen der Elektrifizierung der Höllentalbahn. In Döggingen soll die Verzweigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) schließlich weiter in die ganze Region führen. Ganz im Sinne von Verkehrsminister Winfried Hermann, der am Mittwoch die Tunnelbaustelle besuchte. Die sei beim Projekt der Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahn ein besonderer Knackpunkt gewesen: „Unsere größte Sorge war, was mit dem Tunnel passiert.“ Das habe toll geklappt. Jetzt müsse die Anbindung auf kommunaler Ebene weiter erschlossen werden. Das Projekt sei insgesamt ein sehr erfolgreiches.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Bildmitte) beim Besuch der Baustelle in Döggingen. Der Tunnel sei ein wesentlicher Abschnitt des gesamten Projektes, so Hermann. Wichtig sei, dass die Anbindung über Busse auf kommunaler Ebene weiter erschlossen werde. Bilder: Guy Simon
Verkehrsminister Winfried Hermann (Bildmitte) beim Besuch der Baustelle in Döggingen. Der Tunnel sei ein wesentlicher Abschnitt des gesamten Projektes, so Hermann. Wichtig sei, dass die Anbindung über Busse auf kommunaler Ebene weiter erschlossen werde. Bilder: Guy Simon | Bild: Simon, Guy

Im September soll es losgehen

Erfolgreich scheint auch die kommunale Anbindung zu laufen: Ähnlich wie bereits bei der Buswendeplatte in Mistelbrunn gibt es nun auch für das Projekt am Dögginger Bahnhof gute Nachrichten: Auch hier wird die Buswendeplatte deutlich günstiger, und zwar um 120 000 Euro. Laut Mitteilung der Stadt Bräunlingen könne es Mitte September nun mit den Arbeiten losgehen, die von der Firma Konrad Volz GmbH aus Bräunlingen übernommen werden.

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„Das ist ein gutes Signal und ein wichtiges Projekt für den ÖPNV in der Gesamtstadt“, sagen Bürgermeister Micha Bächle und Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Mit dem Baubeginn Mitte September solle dann auch rechtzeitig zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 die Buswendeanlage in Betrieb gehen. Alles unter der Prämisse, dass auch die Witterung passt.

Der Dögginger Bahnhof wird fit für die Zukunft gemacht. Aus einem Bahnsteig sind mittlerweile zwei entstanden. Im Dezember sollen die Arbeiten hier beendet sein.
Der Dögginger Bahnhof wird fit für die Zukunft gemacht. Aus einem Bahnsteig sind mittlerweile zwei entstanden. Im Dezember sollen die Arbeiten hier beendet sein. | Bild: Simon, Guy

Mit dem Bau kann begonnen werden

Ein positives Zeichen habe es aus Stuttgart gegeben. Nachdem die Stadt einen Förderantrag zur Aufnahme in das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt habe, sei nun im August auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für eine konkrete Förderung des Dögginger Projektes gekommen. Hierfür hatte sich die Abgeordnete Martina Braun auch nachdrücklich eingesetzt, wofür ihr Bächle und Fehrenbacher bei einem Besuch der Bahnhofsanlage dankten: „Wir brauchen die Unterstützung des Landes bei dem Projekt, weshalb wir auch den Förderantrag gestellt haben. Mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung gibt es zwar noch keine konkrete Zusage, aber der Baubeginn im September ist nicht förderschädlich“, so Bächle und Fehrenbacher. Klar sei immer gewesen, dass es zeitlich eng werden würde, wenn man sich um Fördergelder bewerbe. Hier hoffe man nun auch auf eine baldige Förderzusage aus Stuttgart, welche die Baukosten für die Stadt nochmals reduzieren würden.

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Ausgestaltung der Buswartehallen

Der Dögginger Ortschaftsrat werde sich nun Anfang September mit der Ausgestaltung der Buswartehallen beschäftigen. Der Auftrag mit einem Volumen von 219 589 Euro beinhaltet die Herstellung der Buswendeplatte und zwei barrierefreier Buskaps, einschließlich der Nebenflächen und den Fundamentarbeiten für die Ausstattung. Zuzüglich der Grunderwerbskosten, der Baunebenkosten und der Beschaffung der Buswartehalle und des sonstigen Mobiliars werden sich die Gesamtkosten auf weniger als 350 000 Euro belaufen.