Während viele Bereiche des öffentlichen Lebens in der Zähringerstadt derzeit auf Pause geschalten sind, sind die Baustellen in der Stadt davon nicht betroffen. So etwa das Bräunlinger Großprojekt, die Erschließung am neuen Baugebiet Bregenberg.

Corona Schuld am Stop?

Als am Donnerstag allerdings keine Bauarbeiten vor Ort stattfanden brodelte die Gerüchteküche: Hat das etwa was mit der Ausbreitung des Coronavirus zu tun? In Bräunlingen ist bisher keine Infektion aufgetreten. Beim Bräunlinger Stadtbauamt wird als Grund für den aktuellen Stop „höhere Gewalt“ genannt. „Bei uns ist niemand in Quarantäne und es ist auch niemand infiziert“, sagt Mario Müller, Geschäftsführer der ausführenden Firma Müller aus Zimmern ob Rottweil. Bauleiter Matthias Rohrer, für das Unternehmen zuständig für den Bregenberg, erklärt die Situation. Man sei derzeit andernorts mit Asphaltarbeiten beschäftigt. Die müssen erledigt werden, wenn das Wetter es eben zulasse: „Wenn alles nach Plan läuft, geht es am Montag beim Bregenberg weiter“, sagt Rohrer. Es könne auch Dienstag werden, wenn die Asphaltarbeiten auch kommenden Samstag weiterlaufen. Also kein Grund zur Sorge, auch nicht für den Bauzeitenplan am Bregenberg: „Da ist alles drin.“

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Auftakt im Oktober

Im Oktober ist es am Bregenberg mit den Erschließungsarbeiten losgegangen. Auf einem Gebiet von rund vier Quadratkilometern entsteht hier ein neuer Stadtteil. Es handelt sich dabei um den größten Einzelauftrag, den die Stadt je vergeben hat. Eine herausragende Größenordnung also, auch in finanzieller Hinsicht.

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Mehrere Abschnitte

Das neue Baugebiet wird in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Auf der neuen umgelegten Fläche am Südhang des Galgenberges sind Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser geplant. Die Grundstücksgrößen liegen im Bereich von 200 bis 800 Quadratmeter, wobei der Durchschnitt im Bereich von 550 Quadratmeter liegt. Die Zufahrt zum neuen Baugebiet wird nicht nur über die Bregenbergstraße erfolgen.

Material für Kanalarbeiten steht auf der Bregenberg-Baustelle bereit.
Material für Kanalarbeiten steht auf der Bregenberg-Baustelle bereit. | Bild: Roland Sigwart

Den Auftakt machten die Arbeiten an der Kreuzung Bregenberg- und Donaueschinger Straße. Hier befindet sich der Regenüberlauf des Bregenbergs und von dort wurden Leitungen hinauf in das neue Gebiet gezogen. Die Arbeiten in diesem Bereich seien bereits abgeschlossen erklärt Koch, lediglich der Feinbelag der Straße müsse noch aufgebracht werden.

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Arbeiten gehen voran

Die Arbeiten in jenem Bereich, in dem zukünftig die Häuser stehen werden, haben auch schon optisch deutlich Form angenommen. Gearbeitet wurde hier am Regenwasserkanal sowie dem Regenrückhaltebecken. Geplant seien für 2020 die Abbiegung auf die Donaueschinger Straße sowie die Arbeiten in der Palmbuckstraße. Geplant sei hier eine Sperrung im Sommer. „Es ist Urlaub und die Straße ist weniger ausgelastet, etwa durch den wegfallenden Schulverkehr“, erklärt Rohrer. Den daneben liegenden Radweg habe man im Zuge der Kanalarbeiten bereits entsprechend aufgebaut: „Wenn der Kanal gemacht wird, haben wir das auch direkt erledigt.“

Faktor Coronavirus

Unberechenbarer Faktor für Baustellen in der Region bleibt dennoch die Corona-Krise: „Das kann sich stündlich ändern. Davon sind auch Lieferketten betroffen. Es gibt bereits Firmen, die arbeiten könnten, aber kein Material mehr haben“, erklärt Koch. Für die Baustelle am Bregenberg sei allerdings noch genug da, um im Notfall sicher eine Woche bis 14 Tage weiterarbeiten zu können.

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