Die Blumberger Fußballvereine befinden sich aufgrund der Corona-Krise seit Anfang März in der Zwangspause. Nachdem die Spiele zur Rückrunde nicht mehr angepfiffen wurden, ordnete der Südbadische Fußballverband (SBFV) einen generellen Spielabbruch aller Amateurklassen an. Der konkrete Vorschlage, dass nur die jeweiligen Tabellenführer in ihren Ligen aufsteigen und es keine Absteiger geben soll, steht am 20. Juni bei einem außergewöhnlichen Verbandstag des SBFV zur Abstimmung.

Von der Winter- direkt in die Corona-Pause

Für die lokalen Fußballvereine wie den TuS Blumberg, der SG Riedöschingen/Hondingen sowie der SG Riedböhringen/Fützen sind die Folgen unterschiedlich zu bewerten. Nach intensiver Vorbereitung schauten alle drei Vereine dem ersten Spieltag nach der Winterpause zuversichtlich entgegen. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung und bereits vor dem ersten Rückrunden-Spieltag wurden alle Begegnungen abgesagt.

Jürgen Frank, Trainer SG Riedöschingen/Hondingen: „Wir waren klar im Aufwind und hatten in dieser Runde noch einiges vor.“
Jürgen Frank, Trainer SG Riedöschingen/Hondingen: „Wir waren klar im Aufwind und hatten in dieser Runde noch einiges vor.“ | Bild: Hans Herrmann

Die SG Riedböhringen/Fützen kann in der abgebrochenen Bezirksliga ein gutes Fazit ziehen. Unter der Regie des neuen Trainers Nurhan Ardiclik überzeugte das Team mit konstanten Leistungen. Mit Rang sieben und 25 Punkten steht man absolut im Soll. Der Trainer aus Bonndorf wird die SG in der kommenden Saison nicht mehr trainieren. Mit Christoph Raithel aus Bad Dürrheim wird in der nächsten Runde ein neues Gesicht an der Seitenlinie stehen. Von der sportlichen Leitung schätzt Markus Röthenbacher vom SV Fützen die aktuelle Lage bis auf den fehlenden Fußball gut ein: „Wir müssen mit den Vorgaben leben. Wir lieben den Fußball wie er ist und wollen ihn auch so wieder haben.“ „Wir werden den Trainingsbetrieb erst wieder bei weiteren Lockerungen der Vorschriften auf dem Platz aufnehmen,“ teilt Manuel Meister aus der sportlichen Leitung des VfL Riedböhringen mit.

Frank Berrer, Trainer TuS Blumberg: „Den Abbruch der Runde befürworte ich, jedoch nicht die vorgesehen Wertung.“
Frank Berrer, Trainer TuS Blumberg: „Den Abbruch der Runde befürworte ich, jedoch nicht die vorgesehen Wertung.“ | Bild: Hans Herrmann

Für den Kreisliga-A2-Vertreter SG Riedöschingen/Hondingen kommt das nicht geplante Saisonende zur Unzeit. Das Team von Trainer Jürgen Frank kam nach etwas holprigen Start immer besser in Schwung. Mit einem Spiel weniger konnte man sich als Tabellenvierter noch gute Chance im Kampf um die ersten beiden Plätze ausrechnen. „Wir waren klar im Aufwind und hatten in dieser Runde noch einiges vor,“ trauert Frank der verpassten Chance nach. Mit lediglich elf Gegentoren war die beste Abwehr der Liga ein wichtiger Eckpfeiler. „Unsere Jungs sind immer motiviert und freuen sich das auf dem Rasen das erste Training in kleinen Gruppen wieder stattfinden kann“, so der Coach. Da es noch keinen Körperkontakt geben darf, werden Spielformen mit genaue Abläufen trainiert. Dank eines ausgetüftelten Lauftrainings hatten sich die-SG Kicker nach einem Trainingsprogramm der Aktiven Andreas Stöckle und Fabian Martin erste Fitness geholt.

Verbandstag wird mit Spannung erwartet

Für den TuS Blumberg ist das Saisonende in der Kreisliga B2 ein Desaster. Als Tabellenzweiter rechnete man sich im Kampf um die Meisterschaft noch gute Chancen aus. Stand jetzt wäre man für die Aufstiegsspiele in die Kreisliga A2 qualifiziert. Diese würden nach den geplanten Vorgaben des Südbadischen Fußballverbandes zum Opfer fallen. „Den Abbruch der Runde befürworte ich, jedoch nicht die vorgesehen Wertung“, sagt TuS- Trainer Frank Berrer, der seine Mannschaft um den verdienten Lohn gebracht sieht. Sein Team überzeugte in der Vorbereitung mit viel Ehrgeiz und großem Trainingseifer. In zwölf Spielen musst man nur eine Niederlage einstecken. Der Abstand zum Spitzenreiter SV Mundelfingen beträgt einholbare zwei Punkte. Die TuS Vorsitzenden Marco Hörenz und sein Vize Andreas Prentki werden der geplanten Regelung beim Verbandstag am 20. Juni nicht zustimmen. Weitere Vereine, die aktuell auf dem zweiten Platz stehen, haben ebenfalls ihren Protest angemeldet. Alternativ wird auch das bayerische Modell mit der Fortsetzung der Rückrunde ab 1. September diskutiert. Für die TuS-Führung ist der geforderte Beschluss, dass den Vizemeistern die sportliche Aufstiegschance mit den Relegationsspielen genommen wird, nicht akzeptabel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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