Über Ostern war es im Blumberger Ortsteil Randen noch relativ ruhig, eine Woche später erlebten die Anwohner einen von Verkehrslärm gestörten Sonntag. Mehrere Motorradfahrer nutzten den beliebten Randenaufstieg der B 314, einige wenige missbrauchten den kurvenreichen Abschnitt als Rennstrecke.

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Der frühere Stadtrat und Anwohner Dietmar Schweigler schrieb deshalb am Sonntagabend einen Brief an Bürgermeister Markus Keller, den Donaueschinger Revierleiter Thomas Knörr, den Wahlkreisabgeordneten und Landesjustizminister Guido Wolf, an Landesverkehrsminister Winfried Herrmann und an den SÜDKURIER.

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Im Brief schreibt Anwohner Dietmar Schweigler, „ich hoffe, Sie konnten heute einen schönen und ruhigen Sonntag genießen. Das war in den Blumberger Teilorten Randen und Epfenhofen heute zwischen circa 11 Uhr und 18 Uhr leider nicht möglich.“ Abschließend schreibt er: „Ich wünsche Ihnen eine schöne, ruhige Zeit und freue mich über jeden kleinen Regenschauer, der uns Anwohnern ein paar ruhige Minuten und der Vegetation das dringend notwendige Nass schenkt.“

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Wie sehen die Angeschrieben die Situation?

Verkehrsminister Winfried Hermann hatte vorsorglich schon in einer Pressemitteilung am 9. April darauf hingewiesen, dass das Land mit einem Förderprogramm Kommunen und Landkreise beim Anschaffen von Motorradlärm-Displays mit bis zu 4000 Euro unterstützt.

Der Wahlkreisabgeordnete und Justizminister Guido Wolf verwies auf Nachfrage darauf hin, dass er schon in der Woche vor Ostern an Motorradfahrer, insbesondere an solche, die in Gruppen unterwegs sind, appelliert habe, in diesen Tagen auf Ausfahrten zu verzichten. Hintergrund waren erhebliche Klagen, die Wolf von Gemeinden, die an bekannten Motorradstrecken im Schwarzwald und im Hegau liegen, erhalten hatte. Wolf will hier weiter am Ball bleiben.

Der Donaueschinger Revierleiter Thomas Knörr, hier auf einem Archivbild, betont die auch für die Polizei schwierige Verkehrssituation am Randenaufstieg der B 314.
Der Donaueschinger Revierleiter Thomas Knörr, hier auf einem Archivbild, betont die auch für die Polizei schwierige Verkehrssituation am Randenaufstieg der B 314. | Bild: Wursthorn, Jens

Der Donaueschinger Revierleiter Thomas Knörr hat über das vergangene Wochenende nur die Informationen von Anwohner Dietmar Schweigler. Er weist aber darauf hin, dass die Polizei vor zwei Wochen mit der Verkehrspolizei am Randen war und großflächig Motorradfahrer kontrolliert habe, ebenso am Osterwochenende, als sie bei zwei Jugendlichen feststellten, dass sie ihre Leichtkrafträder frisiert hatten. Sie seien präsent, so oft es ihnen möglich sei, betont der Revierleiter, doch sobald sie oben am Randenstünden, spreche sich das unter den Motorradfahrern schnell herum.

Rahmenbedingungen schwierig

Und, so fügt der erfahrene Polizeibeamte hinzu, „wir können an den Rahmenbedingungen nichts ändern.“ Sprich dass der Randenaufstieg der B 314 zwischen Blumberg-Epfenhofen und dem Randenkreuz unterhalb des Randendorfs trichterförmig verlaufe und somit jeden Schall automatisch verstärke. Zudem gebe es PS-starke Autos und Motorräder, deren Motor beim Schalten schon von sich aus einen höheren Geräuschpegel verursache. Die daduch bedingte Dezibelzahl stehe sogar in der Kfz-Zulassung, da hätten sie als Polizei keine Handhabe.

Bürgermeister hofft auf Ortsumfahrung

Für Bürgermeister Markus Keller bleibt die vage Hoffnung, dass die Ortsumfahrung Randen kommt, die in der Sonnenhofkurve in die B 314 mündet. Vor zwei Jahren seien sie bei Minister Hermann gewesen, einige Vorschläge wie das Fräsen von Querrillen seien nicht umgesetzt worden.

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