Der Blumberger Schulcampus am Eichberg rückt ein Stückchen näher. Am Donnerstag stellten die Architekten dem Gemeinderat die ersten Entwürfe vor, nachdem sie sie zuvor schon im „Sonderausschuss Schulcampus“, in dem alle Fraktionen vertreten sind, erörtert hatten. Nun wird auch klar, wo die Schulgebäude hin sollen: zur Achdorfer Straße hin.

Mehrere Bauabschnitte

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Bau des Schulcampus in verschiedene
Abschnitte aufzuteilen. Zuerst soll an der Ecke Eichbergstraße/Achdorfer Straße ein Gebäude für die Grundschule, die Förderschule, die Mensa und den Ganztagesbereich erstellt werden. Der Rat stimmte dem Raumprogramm, das sich an den förderfähigen Flächen orientiert, und dem Architektenvorentwurf zu und beauftragte die Verwaltung, die Detailplanung voranzutreiben.

Die Architekten Holger Korbjuhn (links) und Max Lauer
Die Architekten Holger Korbjuhn (links) und Max Lauer | Bild: Lutz, Bernhard

Heute gehe es nicht um die Raumaufteilung nach Quadratmetern, sagte Bürgermeister Markus Keller sondern um das weitere Vorgehen. Architekt Max Lauer schilderte zunächst die Überlegungen. Der Schulcampus sei ein großes Gebiet, relativ schnell hätten sie überlegt, die Gebäude nicht am Hang oberhalb der Eichbergschule zu erstellen sondern nach unten zur Achdorfer Straße hin. Die Stadt Blumberg wolle mit dem Campus in die Öffentlichkeit treten, da die Nutzung halböffentlich sei, etwa durch die Mensa, ergänzte sein Kollege Holger Korbjuhn.

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Derzeit gingen sie aufgrund der Gutachten davon aus, dass das Gebäude der Eichbergschule stehen bleibe, deshalb auch die Idee, dieses Gebäude in einem zweiten Abschnitt, wenn die Grundschule schon im neuen Gebäude sei, zu sanieren und zu überplanen. Bürgermeister Keller merkte an, es gebe noch Klärungsbedarf mit dem Schulamt für die Werkrealschule, zum Beispiel wegen der Lehrerversorgung und möglicher Kombi-Klassen.

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Über die Planung der Außenanlagen berichtete Hanna Wildeboer vom Büro Wiederkehr, für die Verkehrsplanung regte Klaus Wiederkehr einen Einbahnverkehr in der Achdorfer Straße an, was wegen des kürzlich abgelehnten CDU-Antrags auf kräftiges Echo stieß (darüber werden wir noch berichten).

Freude bei der Freien Liste

Einer freute sich besonders: Hannes Jettkandt, Fraktionssprecher der Freien Liste. Sie hätten schon 2013 einen Vorstoß zur Schulentwicklung eingebracht mit einem Neubau der Grundschule samt Mensa im Schulzentrum sowie der Sanierung der Eichbergschule für die Realschule, Haupt- und Werkrealschule mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten. Und sie hätten betont, man solle sich dabei Zeit lassen. Nun sei es so weit.

Zeitplan und Kosten

Juni 2020 Einreichen der Anträge, Frühjahr 2021 Baubeginn, Bauzeit 1,5 Jahre, Fertigstellung Juli/August 2022; anschließend Bau des 2. Abschnitts für Werkrealschule, Fertigstellung Sommer 2023.

Kostenschätzung: Insgesamt 13,898 Millionen Euro, davon rund 7,9 Millionen für das Bauwerk, 2,47 Millionen für die Haustechnik und 830 000 Euro für die Außenanlagen. Dazu kämen noch rund 500 000 Euro für den Verkehr.