Der langjährige Blumberger Kommunalpolitiker Albrecht Guckeisen wird am Sonntag, 13. Mai, achtzig Jahre alt. Er zählt zu den Urgesteinen im Gemeinderat und vertrat die Sozialdemokraten im Gremium. Jahrgang 1938, wuchs er in Blumberg auf und absolvierte nach dem Schulabschluss eine Lehre als Maschinenschlosser. Nach seinen Gesellenjahren legte er 1963 die Meisterprüfung ab und war lange Jahre als Teamleiter in der Arbeitsplanung bei der Firma TRW (heute Federal Mogul) tätig.

1959 Heirat mit Irma Tholey

  • 1959 heiratete er seine Frau Irma geborenen Tholey. Die Familie vergrößerte sich um drei Söhne und heute sind noch drei Enkelkinder dazu gekommen.1961 trat Albrecht Guckeisen in den SPD-Ortsverein Blumberg ein und seither war sein Leben von vielfältigem politischen Engagement geprägt. Von 1973 bis 1984 war er Parteivorsitzender in Blumberg.

31 Jahre im Blumberger Gemeinderat

  • 31 Jahre gehörte er dem Gemeinderat an, davon 24 Jahre als SPD-Fraktionsvorsitzender. In diesem Gremium hat er viele schwerwiegende Entscheidungen für die Bürger der Gemeinde Blumberg mit getroffen und dazu beigetragen, dass sich die Infrastruktur der Eichbergstadt gewandelt hat. Dazu zählte die Gründung der Energieversorgung Südbaar aus den ehemaligen Stadtwerken der Stadt Blumberg und dem damaligen Unternehmen Kraftwerk Laufenburg (heute die Energiedienst AG) als Gesellschafter. Albrecht Guckeisen saß jahrelang im Beirat.

Viele wichtige Entscheidungen mit bestimmt

  • Viele wichtige Entscheidungen: In seine Zeit als Gemeinderatsmitglied fielen der Wohnungsbau mit der LEG in der Kernstadt, die Aufnahme des Museumsbahnbetrieb der Sauschwänzlebahn durch die Stadt Blumberg, der Bau der Sporthalle und die Regelung der Abwasserproblematik auch in den Ortsteilen. Im Gemeinderat lieferte der Jubilar jahrelang markante Rededuelle mit seinem Kontrahenten und CDU-Fraktionssprecher Stefan Scherer. Albrecht Guckeisen schuf in diesem Zusammenhang den viel beachteten Begriff "politischer Gegenfreund".
  • Betreutes Wohnen: Besonders wichtig war ihm die Einrichtung des Betreuten Wohnens und der Bau des Pflegeheims "Haus Eichberg". "Die Alterung der Gesellschaft nimmt kontinuierlich zu. Dem wird offenkundig Rechnung getragen und es geht mit altersgerechtem Wohnraum in die richtige Richtung weiter," kommentiert Albrecht Guckeisen.

Jugendhaus eine positive Einrichtung

  • Positiv bewertete er auch die Einrichtung des Jugendhauses und die Einstellung eines Stadtjugendpflegers. Die Schließung der Einrichtung bedauert er sehr und hofft auf eine positive Fortsetzung der Jugendarbeit mit dem neuen Streetworker. "Hier bei den jungen Mitbürgern liegt die Zukunft der Stadt," merkt er nachdenklich an.

Die Zukunft seiner Heimatstadt sieht er positiv

  • Ruhestand: Mittlerweile hat sich Albrecht Guckeisen aus der aktiven Kommunalpolitik zurück gezogen, was aber ganz sicher nicht heißt, dass ihn nicht noch viele Dinge interessieren und bewegen. Dabei bewertet er die Zukunft der Gemeinde Blumberg durchaus als sichtbar positiv. Vieles lasse sich allerdings nicht ausschließlich im kommunalpolitischen Bereich lösen.

Schwierige Schnittstelle zwischen Kommunen und Land

  • Schnittstelle: Der erfahrene Politiker weiß um die schwierigen Schnittstellen zwischen Kommune und Land. Dazu zählt er vorrangig die Umfahrungen von Zollhaus und Randen, die eben Landessache sind und die Gemeinde Blumberg länger als 50 Jahre tangieren. "Das wird wohl noch dauern," sagt er. In seinen langen Jahren als Kommunalpolitiker hat er Geduld gelernt. Mit seiner Familie, Verwandten, Freunden und Weggefährten wird Albrecht Guckeisen seinen runden Geburtstag feiern.

Zur Person

Albrecht Guckeisen wuchs in Blumberg mit zwei Brüdern und einer Schwester auf. Aus der Heirat 1959 mit Irma Tholey stammen drei Söhne. 1961 trat er in die SPD ein, von 1973 bis 1984 war er Ortsvorsitzender, 31 Jahre war er im Gemeinderat, davon 24 Jahre Fraktionssprecher. Viele wichtige Entscheidungen im Gemeinderat hat er mit geprägt. Er war Mitglied im MGV 1860 Blumberg und in der Awo.