Nachdem nun auch für Grundschüler, also Kinder ab der ersten Klasse, an den Schulen Maskenpflicht herrscht, kochen hier und da die Emotionen beziehungsweise die Reaktionen von Eltern hoch. Der SÜDKURIER hat an der Grund- und Werkrealschule und an der Realschule am Salinensee nachgefragt, welches Fazit die Schulen ziehen können.

Konrektorin Stephanie Schweizer, Grund- und Werkrealschule.
Konrektorin Stephanie Schweizer, Grund- und Werkrealschule. | Bild: Naiemi, Sabine

„Wir haben an der Grund- und Werkrealschule zwei E-Mails von Eltern bekommen“, erklärt Konrektorin Stephanie Schweizer. Gemessen an 382 Schülern, würden diese eigentlich nicht ins Gewicht fallen, nichtsdestotrotz werde natürlich auf die Mails reagiert. Die Mails seien an die entsprechenden Stellen weitergeleitet worden. Sie habe keinerlei Kenntnis darüber, dass es einem Schüler oder Schülern unwohl gewesen sei, jemand an Übelkeit gelitten hätte oder ein Kind gar habe spucken müssen, so Schweizer. Es sei auch sonst keine Störungsmeldung bei ihr eingegangen. Sobald ein Kind Unwohlsein äußere, kümmere man sich natürlich darum. Das heißt, die Kinder können auf Wunsch oder bei Bedarf zum Beispiel ans Fenster gehen und frische Luft schnappen. Sie wisse auch davon, dass Kollegen schon mal einen kleinen Spaziergang mit Kindern eingeschoben haben, die eine kurze Atempause von der Maske brauchten.

Sie könne ein positives Fazit ziehen, sagt Schweizer. Die Kinder hätten gut mitgemacht. Dass Kinder mit nassen Masken nach Hause kämen, wäre für sie nicht nachvollziehbar, denn die Eltern würden angehalten sein, ausreichend Masken zum Wechseln mitzugeben und auf dem Nachhauseweg müssten die Kinder ja auch keine Masken mehr tragen.

Schulleiterin Stephanie Martin, Realschule am Salinensee.
Schulleiterin Stephanie Martin, Realschule am Salinensee. | Bild: SK-Archiv

Auch Schulleiterin Stephanie Martin von der Realschule am Salinensee hat in dieser Hinsicht keine Rückmeldungen. Seit Oktober/November 2020 herrsche ab Klasse fünf Maskenpflicht. „Bei uns gibt es sicher Eltern, die es schwierig finden, aber das war bisher kein Problem“, sagt sie. Bisher hätte es keinerlei aggressive Rückmeldungen gegeben. Einzelne Schüler haben ein Attest zur Befreiung, das werde natürlich akzeptiert. Für die Kleineren seien die Umstände manchmal schwierig, aber die würden das eher als selbstverständlich ansehen. Bei den älteren Schülern gebe es manchmal pädagogische Diskussionen, wenn es um die Disziplin gehe. Insgesamt könne sie sagen, dass die Schüler damit cooler umgingen, als die Eltern das sehen.

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