Sie wird als einen der schönsten Orte der Pfarrgemeinde bezeichnet: die Lourdes Grotte bei der Sankt Martinskirche in Büßlingen. Vor 20 Jahren wurde sie fertiggestellt.

Angefangen hatte alles damals damit, dass der Hang bei der Kirche in einem wilden und verwachsenen Zustand war und man durch die Rodung etwas Ordnung geschaffen hatte. „Dann sah man erst was für ein schöner Platz jetzt vorhanden war“, sagt Kurt Zimmermann, der frühere Pfarrgemeinderatsvorsitzende und jetzige Mesner in der Seelsorgeeinheit in Tengen vor Ort bei der Lourdes Grotte.

Wallfahrten nach Lourdes

Im selben Zeitraum hätten die Pfarrgemeinde Büßlingen zusammen mit der Pfarrgemeinde Engen eine Wallfahrt mit dem Bus nach Lourdes durchgeführt, erzählt Zimmermann weiter.

Die gute Harmonie zwischen den beiden Pfarreien mit dem Pfarrer Fritz Dietmar Ott von Büßlingen und mit Pfarrer Matthias Schneider von Engen führte dazu, dass eine weitere Wallfahrt nach Lourdes in Südfrankreich durchgeführt wurde, wo sich jährlich vier bis sechs Millionen Menschen aus der ganzen Welt treffen.

Man habe mit einer selbst genähten Fahne an der Lichterprozession in Lourdes teilgenommen, was zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden sei, so Zimmermann, bei dem der Gedanke an eine eigene Mariengrotte zu dieser Zeit immer mehr Gestalt angenommen hatte. Schließlich wurde das Thema ein Beratungspunkt im Pfarrgemeinderat.

Erste Pläne verfestigen sich

Der frisch gerodete Hang bei der Kirche bot sich an und mit dem Architekten Albert Frank von Watterdingen hatte man einen kompetenten Partner an der Seite, was die Bauausführung betraf. Eine Zeichnung vermittelte dem Ratsgremium ein Bild davon, wie die Grotte aussehen könnte.

Man fand bei der Sitzung Gefallen daran, gleichzeitig wurde darüber nachgedacht, wer nach einem eventuellen Bau der Grotte für deren Ordnung sorgen würde.

Diese Sorge vom Pfarrgemeinderat konnte der damalige Vorsitzende schnell zerstreuen. Zimmermann selbst bot sich an und bis zum heutigen Tage wird die Grotte von ihm und seiner Familie mit Blumenschmuck versorgt und der Platz sauber gehalten.

Spenden und Helfer machen den Bau möglich

„Josef Preter, der 62 Jahre Mesner bei der Pfarrgemeinde in Tengen war, gehörte zu den ersten Spendern für die Lourdes Grotte“, erinnert sich Zimmermann. Mit den großen Muschelkalksteinen, die bei seinem Wohnhausumbau angefallen waren, konnte ein Teil des Gewölbes der Grotte gebaut werden.

Maurermeister Edwin Wetzstein habe den Erdaushub übernommen und neben den Maurern Heiko Zimmermann, Jürgen Hock und Ernst Nistreuj seien noch viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen am Bau beteiligt gewesen. Die Ausstattung der Grotte wurde durch großzügige Spenden realisiert. Durch die Pfarrgemeinde Büßlingen und die inzwischen aufgelöste Frauengemeinschaft Büßlingen-Beuren wurde vor einigen Jahren das Mobiliar restauriert.

Heute präsentiert sich die Mariengrotte, eingebettet in blühende Stauden und Blumenschmuck als ein Ort der Ruhe und Besinnung.

Am 24. Mai 2000 wurde die Lourdes Grotte von Pfarrer Fritz Dietmar Ott und Pfarrer Matthias Schneider eingeweiht. Eigentlich wollte die Pfarrgemeinde dieses 20-jährige Jubiläum mit einem Gottesdienst festlich begehen, was aber unter der derzeitigen Corona-Situation nicht möglich ist. Das jedoch soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Demnächst wird mit einer Gedenktafel an die ehrenamtlichen Helfer erinnert.

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