Jetzt kennt Mathan Jeevarathnam aus Wahlwies die Ursache für den Tod seiner sieben Kamerunschafe: Sie sind Anfang Mai nach dem Verzehr von Eiben gestorben. Das haben Untersuchungen in München ergeben. Der 32-jährige Hobbyzüchter ist etwas ratlos: „Eigentlich wachsen hier auf dem Grundstück, wo die Tiere grasen, keine Eiben. Ich habe gründlich gesucht und keine gefunden.“

Und normalerweise wüssten die Tiere von Natur aus, was sie fressen dürften. Wie es zu dem Verzehr kam, kann er sich noch immer nicht erklären. Die Tiere hätten laut Befund an Magen- und Lungenentzündungen gelitten. Allen anderen Tieren, darunter Ziegen, verschiedene Schafarten und zwei Alpakas, gehe es aber gut.

Das Halter und viele Wahlwieser sind traurig

Die Herde des Hobbyzüchters ist bei vielen Spaziergängern und Kindern beliebt. Der rätselhafte Tod der Tiere hatte auch sie umgetrieben.

Welche Schritte erfolgen, wenn, wie in diesem Fall, Tiere eines unnatürlichen Todes sterben? Tierärztin Karin Weber aus Bodman sagt: „Wenn viele Tiere betroffen sind, beispielsweise in einer Schaf- oder Rinderherde, aber auch bei Vögeln in einer gemeinsamen Voliere, ist es das Sicherste, die Tiere einzuschicken.“

Wie die Experten im Labor vorgehen

Im Institut würden dann Proben genommen. Wichtig sei, die Tiere untersuchen zu lassen, bevor die Verwesung einsetzt, erklärt die Tierärztin.

Von den Pathologen werde unter anderem der Magen-Darm-Inhalt der verstorbenen Tiere analysiert – wie bei Menschen, deren Todesursache unklar ist. Wenn sich keine Ergebnisse über Kot- oder Blutproben zeigen, würden Abstriche gemacht und alle Organe begutachtet.

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„Die Organe werden in Formalin eingelegt und histologisch, also auf Zellebene, untersucht“, erklärt Weber. Mit Formalin lassen sich Gewebeproben fixieren und ganze Gewebeteile konservieren. So kann man auch Organschäden infolge von Vergiftungen feststellen.

Mathan Jeevarathnam hofft jetzt, dass ihm und seinen Tieren so ein Unglück nicht mehr geschieht.