Laut der Vorlage werden diese Kosten unter anderem fällig für einen allgemeinen Kanalisationsplan, für Mehrkosten für Parkplätze an Krankenhaus und Jahnhalle, für die Sanierung der Deckschicht am Busbahnhof und für die Vorstreckung von Kosten für das Pilotprojekt Grundstücksentwässerung. Außerdem schlug die Sanierung der Straße Am Lichtberg in Winterspüren wegen schlechten Untergrunds höher zu Buche.

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Altlasten machen sich bemerkbar

Und die Vorlage zählt auch die Entsorgung von teerhaltigen Schichten in der Bleichestraße in Zizenhausen als Kostentreiber auf. Teer, der früher als Straßenbelag verwendet wurde, gilt seit längerem als krebserregend und muss gesondert entsorgt werden. Allerdings wurde in früheren Zeiten öfter eine neue Straße einfach über eine bestehende gelegt. Der alte Teer blieb im Untergrund und tritt nun bei Bauarbeiten mitunter zutage – mit teuren Folgen für den Bauherrn. Auch die Baustelle der Bundesstraße 313 in Zizenhausen verzögert sich derzeit, weil Teerreste gefunden wurden.

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Auseinandersetzung könnte möglicherweise vor Gericht landen

Den Punkt Altlasten wollte Bürgermeister Rainer Stolz nicht unkommentiert stehen lassen, wie er in der Sitzung sagte. Und er machte aus seinem Unmut keinen Hehl. Denn wer an den alten Straßen baue, gelte als „Zustandsstörer“ und habe die Funde „an der Backe“ – auch wenn die Stadt die Altlasten möglicherweise gar nicht zu verantworten habe. Er ließ durchblicken, dass eine weitere sechsstellige Summe für derartige Entsorgungen drohe. Und dass eine Auseinandersetzung über Altlasten möglicherweise sogar vor Gericht lande. Der Gemeinderat stimmte den Mehrausgaben ohne Aussprache einstimmig zu.