Stockach – Einer der Renner im Ferienprogramm ist die Outdoorwoche, die die Stadtjugendpflege in Kooperation mit der Veranstaltungsagentur Geländespieler anbietet. 35 Kinder von neun bis 13 Jahren kommen fünf Tage lang zum Vereinsheim der TG Stockach ins Osterholz.

Bereits nach zwei Wochen waren alle Plätze vergeben – so schnell wie nie zuvor. Und es hätte noch deutlich mehr Interessenten gegeben. Beim Pressegespräch am vorletzten Tag ist die Stimmung sehr harmonisch und ausgelassen, überall blickt man in strahlende Gesichter.

Bürgerstiftung bezahlt Geländespieler

Zum Beispiel in die von Karin Bacher und Manfred Peter von der Bürgerstiftung Stockach. „Seit 2014 unterstützt die Bürgerstiftung die Outdoorwoche ununterbrochen. Wir bezahlen die Profis der Geländespieler“, erklärt Manfred Peter. Die große Nachfrage zeige den Bedarf und daher würden sie die Aktion auch im kommenden Jahr wieder fördern.

Seine Vorstandskollegin Karin Bacher ergänzt: „Es hat sich rumgesprochen, dass diese Veranstaltung eine gute und vernünftige Angelegenheit ist. Wir sind sehr dankbar, dass dieses Angebot jedes Jahr stattfindet.“ Schließlich gebe es Kinder, die nicht verreisten. Hier könnten sie neue Freunde finden, mit denen sie sich auch danach treffen könnten.

„Die Geländespieler sind Profis“

Marcus Ewald betont später, ohne die Unterstützung der Bürgerstiftung könne man solch eine Woche nicht anbieten. Auch Stadtjugendpfleger Frank Dei ist froh über die finanzielle Hilfe. „Und dass es gut läuft, ist klar, denn die Geländespieler sind Profis“, fügt er hinzu. Er sei in diesem Fall nur kurz zum Begrüßen und Verabschieden dabei und sonst der Ansprechpartner für Organisationsfragen.

Die Geländespieler – neben Marcus Ewald sind drei weitere Mitarbeiter dabei – werden von der FSJlerin der Stadtjugendpflege, Michelle von Briel, und Praktikant Robin Gauss unterstützt. Es sei das sechste Mal, dass sie die Outdoorwoche in Stockach durchführten, sagt Ewald. Einige Kinder kämen bereits zum dritten Mal, die habe er gleich wiedererkannt.

Kanufahren und Kreativtag

Der grobe Ablauf bleibt jedes Jahr gleich, das kreative Angebot ändert sich. Zum Kennenlernen gibt es ein kleines Geländespiel und eine Sinnesolympiade. An Tag zwei und drei werden zwei Gruppen gebildet. Das hat fahrzeugtechnische, vor allem aber Aufsichtsgründe. Denn dann geht es für jeweils eine Gruppe zum Kanufahren auf den Rhein. „Wir stiegen in Stein am Rhein ein und paddelten bis zum Strandbad Gaienhofen„, erzählt Michelle von Briel. Sie seien sogar schneller gewesen als geplant. Am Ziel hätten sie gemeinsam gegessen.

Die Gruppe im Osterholz verbrachte einen Kreativtag. Sie gestalteten Wurfspiele aus leeren Dosen, Schnur und Holz, das sie im Wald gesammelt hatten. Auch das Brettspiel Tock wurde in vielfacher Ausführung aus Holz gebaut und bemalt. Am vierten Tag stand das große Geländespiel „Händler und Räuber“ auf dem Plan. In vier Gruppen spielten die Kinder gegeneinander.

Gaudi-Olympiade zum Abschluss

Den Abschluss bildete eine Gaudi-Olympiade. „Wir bauen zehn Stationen auf, die die Kinder in Sechserteams durchlaufen“, sagt Marcus Ewald. Für die Mahlzeiten sorgten die Erwachsenen gemeinsam mit den Kindern. Sie hätten überlegt, was es geben solle, dann zusammen eingekauft und in der Zeltküche gekocht.