Viele Steißlinger freuten sich schon auf schnelleres Internet, da im Ortskern deutlich sichtbar Glasfaserkabel verlegt werden. Doch es geht hierbei nur um die Arbeiten am Ausbau des Breitbandnetzes für die unterversorgten Bereiche, die sogenannten weiße Flecken.

Im Ortskern entsteht zwar der zentrale POP-Standort. POP steht für „Point of Presence“, ein Knotenpunkt innerhalb des Breitband-Netzes. Für diese Arbeiten werden hier aktuell die Kabel verlegt. Im Ortskern ist die Verbindung so gut, dass Förderrichtlinien zum Ausbau mit Glasfaser nicht erfüllt sind. In Wiechs, Pilgern und Maiershöfe sind die Arbeiten derweil bereits abgeschlossen. Schoren kommt als Abschluss des ersten Bauabschnitts dazu.

Zweiter Bauabschnitt im Bereich Mühleweg

Der zweite Bauabschnitt umfasst den Bereich Mühleweg. Dieser wurde öffentlich ausgeschrieben und in der jüngsten Gemeinderatssitzung vergeben. Der wirtschaftlichste Bieter ist der Auftragnehmer des ersten Bauabschnitts. Die Firma Maier Bau habe eine Pauschalsumme von 731.850 Euro veranschlagt, erläuterte Christian Weber, Leiter des Bauamts. Die Gemeinderäte konnten mit den Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt diesem Angebot ihre Zustimmung geben. Zudem liegt dieser rund 120.000 Euro unter der Kostenschätzung.

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Bürgern und Verwaltung loben die bisherigen Arbeiten. Bürgermeister Benjamin Mors meinte: „Die Arbeiten werden sehr zügig ausgeführt.“ Auch die Anliegerin Anna Grüninger dankt ausdrücklich den Arbeitern: „Sie sind sehr höflich und fleißig. Zudem sorgen sie dafür, dass es fast keine Unannehmlichkeiten für uns im Bauverlauf gibt.“ Vom schnelleren Datenverkehr bleiben die Steißlinger im Ortskern dennoch ausgeschlossen: Es geht lediglich darum, weiße Flecken zu beseitigen.

Die Gemeinde stellt die Leitungen, die Netcom BW will als Netzanbieter rund 130 Haushalte mit leistungsfähigerer Breitbandversorgung beliefern. Auch die Schule soll profitieren. Ob der Anschluss im Ortskern in Zukunft möglich sein wird, hänge von bürokratischen Hürden ab, erklärte Bürgermeister Benjamin Mors. Für technisch machbar hält er es.