Am 9. Juli war es endlich soweit: Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der Neubau der Rettungswache Singen auf den Weg gebracht. Das Gebäude, das der DRK-Kreisverband Konstanz baut, entsteht in direkter Nähe zum Hegau-Klinikum Singen im Gebiet „Vorderambohl“.

Beim Spatenstich für die DRK-Rettungswache legten (v.l.) Architekt Wolfgang Riede, José da Silva (Leiter Rettungsdienst), Artur Ostermaier (Bauausschuss), DRK-Geschäftsführer Patrik Lauinger, DRK-Kreisvorsitzender Frank Hämmerle, OB Bernd Häusler, Franz Moser (Bauausschuss) und Normen Küttner (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender) Hand an.
Beim Spatenstich für die DRK-Rettungswache legten (v.l.) Architekt Wolfgang Riede, José da Silva (Leiter Rettungsdienst), Artur Ostermaier (Bauausschuss), DRK-Geschäftsführer Patrik Lauinger, DRK-Kreisvorsitzender Frank Hämmerle, OB Bernd Häusler, Franz Moser (Bauausschuss) und Normen Küttner (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender) Hand an. | Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Schon über drei Jahre laufen die Vorplanungen für die neue Rettungswache, wie der Vorsitzende des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Frank Hämmerle sagte. Dass die alte Rettungswache an der Schaffhauser Straße zu klein geworden ist, war schon länger bekannt.

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Nicht nur die Tatsache, dass die Fahrzeuge immer größer werden und somit nicht mehr so einfach in den vorhandenen Garagen parken können, macht den Neubau unumgänglich. Auch fehlen in der alten Rettungswache sanitäre Anlagen für Frauen. Die 1996 in Betrieb gegangene Rettungswache habe sich zwar bewährt, aber die Zeiten und Anforderungen haben sich seither verändert.

Stadt stellt Grundstück zur Verfügung

Der Neubau, dessen Planung durch das Singener Architekturbüro Riede erfolgt, entsteht auf einem Grundstück, das die Stadt dem Bauherrn in Erbpacht zur Verfügung stellt. Frank Hämmerle dankte Oberbürgermeister Bernd Häusler dafür ausdrücklich. „Für uns ist heute ein Tag der Freude“, sagte Bernd Häusler. Der Wechsel zur neuen Rettungswache werde für die Mitarbeiter ein Quantensprung sein.

„Wir wollen aus dem Zweckbau auch einen Hingucker machen“, sagte der Architekt Wolfgang Riede. Das Gebäude werde funktional, aber auch optisch ein besonderes Gebäude mit einer Nutzfläche von 3313 Quadratmetern. Im Erdgeschoss werden die Fahrzeuge ihren Platz haben, während im Obergeschoss die Verwaltungsräume, Sanitärräume für die Geschlechter getrennt, ein Aufenthaltsraum und ein Schulungsraum für bis zu 50 Personen entstehen.

Landeszuschüsse in unbekannter Höhe

„Die Baukosten belaufen sich – ohne Grundstück – auf etwa 4,8 Millionen Euro“, so Riede. Der DRK-Kreisverband wird rund 40 Prozent der Baukosten übernehmen. Dazu kommen auch noch Landeszuschüsse, deren Höhe derzeit noch nicht bekannt ist, wie der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, Patrik Lauinger sagte.

Die drei Gewerke Tiefbau, Rohbau und für die Fahrstühle wurden bereits vergeben. Aktuell liege man ganz leicht über der Kostenschätzung, so Hämmerle. „Wir freuen uns, dass es endlich los geht, denn der Neubau ist für die Zukunft ausgerichtet“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Normen Küttner. Am kommenden Montag wird die Tiefbaufirma dann richtig loslegen.

Fertigstellung für Frühjahr 2022 geplant

Häusler ist nebenbei auch froh, dass nach der Fertigstellung des Neubaus, voraussichtlich im Frühjahr 2022, der DRK-Ortsverein in die alte Rettungswache ziehen kann. Dann wird die Feuerwehr den alten Standort des DRK-Ortsvereins zusätzlich zur Verfügung haben.

Die Singener Rettungswache hatte 2019 5622 Einsätze im Rettungsdienst, 2987 Einsätze des Notarztes, 8737 Krankentransporte und 1343 Krankenfahrten. Der Fuhrpark umfasst vier Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug, zehn Krankentransportwagen und drei Behindertentransportwagen.