Das Zusammenkommen vieler Menschen begünstigt die Ausbreitung von Viren – was selbstverständlich klingt, hat jetzt konkrete Auswirkungen auf die Cano-Baustelle: Ein Großteil der Mitarbeiter wurde seit Mittwoch auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Das führte am ersten Testtag zu langen Schlangen, wie Betroffene nach einem ersten Artikel nun dem SÜDKURIER schildern. Von stundenlangem Anstehen ist die Rede, einige der Bauarbeiter hätten dabei trotz der Enge keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

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Erste Rückläufe zeigen: Wenige sind erkrankt und müssen in Quarantäne

Inzwischen kontrollieren Sicherheitskräfte jeden, der die Baustelle betreten möchte. Ohne negativen Corona-Test ist kein Einlass, wie Center-Leiterin Carolin Faustmann auf Nachfrage erklärt. Anlass sei die veränderte Infektionslage in Deutschland. Für einen Infektionsherd würden die bisherigen Ergebnisse aber nicht sprechen: „Die ersten Rückläufe aus der Testung der letzten beiden Tage zeigen erfreulicherweise nur einzelne positive Testergebnisse“, sagt Carolin Faustmann.

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Wenig Zeit fürs Organisieren von vielen Tests: Inzwischen soll es besser laufen

Anfangs waren die Abläufe noch nicht optimal, räumt die Center-Leiterin ein. Die Aktion sei sehr komplex und zeitintensiv, erklärt sie: Die Vorbereitungszeit für die Testung war kurz, viele Unternehmen und Mitarbeiter sind beteiligt. Inzwischen sei optimiert worden. „Wir arbeiten mit allen verfügbaren Kapazitäten daran, die Tests zügig, koordiniert und unter Einhaltung aller Präventionsmaßnahmen durchzuführen.“ Dafür sei zusätzliches Personal vor Ort. „Seither gab und gibt es keine Warteschlangen mehr bei den Tests.“

Viele Ergebnisse stehen aber noch aus

Viele der Testergebnisse stehen aber noch aus, sagt Carolin Faustmann und führt das auf die Vielzahl der Tests zurück. Wer erkrankt sei, werde umgehend in Quarantäne geschickt. Wie viele Bauarbeiter im Endspurt vor der geplanten Eröffnung am 19. November fehlen, ob wegen einer Infektion oder einem fehlenden negativen Testergebnis, kläre sich kommende Woche. „Über die weiteren Abläufe und Maßnahmen stehen wir im engen und regelmäßigen Austausch mit der Stadt und dem Gesundheitsamt“, sagt Faustmann.

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