Für einige ist es der erste, für andere schon der dritte Piks gegen das Coronavirus: Der Singener Impftag am Rande des Martinimarkts war für Organisatorin Stefanie Matzner vom Landratsamt Konstanz ein voller Erfolg. Offiziell ging die Impfaktion des mobilen Impfteams von 11 bis 17 Uhr. Doch kurz nach 17 Uhr standen noch so viele Menschen in der Schlange, dass an Feierabend noch nicht zu denken war.

Bis zu 300 Impfungen an einem Tag

Über 200 Menschen waren zu diesem Zeitpunkt schon geimpft – und Matzner war zuversichtlich, die 300 zu knacken. Die Nachfrage sei momentan riesig und das Impfteam sehr gefragt.

Hunderte Menschen lassen sich beim Impftag im Rahmen des Martinimarkts in Singen immunisieren, darunter auch Katharina und Ansgar Vaubel aus Radolfzell. Der Großteil der Menschen wird zum ersten oder dritten Mal geimpft.
Hunderte Menschen lassen sich beim Impftag im Rahmen des Martinimarkts in Singen immunisieren, darunter auch Katharina und Ansgar Vaubel aus Radolfzell. Der Großteil der Menschen wird zum ersten oder dritten Mal geimpft. | Bild: Tesche, Sabine

Katharina und Ansgar Vaubel sind an diesem Tag aus Radolfzell nach Singen gekommen, um ihre dritte Impfung zu erhalten. Die ersten beiden Impfungen haben sie im Impfzentrum erhalten, wie sie erzählen, doch das hat seit wenigen Wochen geschlossen. Also nutzten sie nun den Impftag, an dem ohne Anmeldung jedermann kommen konnte. Das Paar würde sich wünschen, dass alle Menschen sich für die Impfung entscheiden – sonst käme man nie aus der Pandemie-Situation heraus.

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Zum ersten oder dritten, kaum zum zweiten Mal geimpft

Tatsächlich lassen sich am Sonntag ähnlich viele Menschen zum ersten Mal wie zum dritten Mal impfen, berichtet Organisatorin Stefanie Matzner. Unklarheiten gebe es dabei kaum. „Zweitimpfungen sind deutlich weniger, vielleicht fünf Prozent.“

Nach wenigen Minuten ist die Impfung selbst vorbei. Hier impft die medizinisch-technische Angestellte Sandra Koslow ihre Patientin Katharina Vaubel.
Nach wenigen Minuten ist die Impfung selbst vorbei. Hier impft die medizinisch-technische Angestellte Sandra Koslow ihre Patientin Katharina Vaubel. | Bild: Tesche, Sabine

Für ihre Impfung nahmen die Menschen viel Zeit in Kauf: Schon gegen 10 Uhr, also eine Stunde vor Beginn, warteten die ersten Menschen vor dem Rathaus. Wer bis 17 Uhr in der Schlange stand, wurde geimpft – und hatte bis zu vier Stunden darauf gewartet. „Wir sind selber überrascht, dass es so viele Menschen sind. Aber wir sind froh über jeden“, sagt Stefanie Matzner. Die Wartenden seien trotz allem freundlich geblieben.

Impfstoff gibt es genügend. Es hakt woanders

Impfstoff gebe es übrigens genügend, erklärt Matzner auf Nachfrage. Engstellen sieht sie eher bei der Zeit – für die langen Wege in den Landkreisen Konstanz, Tuttlingen und Bodenseekreis, die sie bearbeitet. Oder für die aufwändige EDV.

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