Überlingen am Ried hat eine neue gute Stube: Die erneuerte östliche Brunnenstraße sowie der neu gestaltete Platz Brunnenstraße/Kreuzplatz im historischen Ortskern sind eingeweiht worden. Erstmals trafen sich hier nun viele Menschen, um zu feiern.

Zur Einweihung kamen zahlreiche Gäste. Für Getränke und Kulinarisches war gesorgt, Gemeindevertreter, Vertreter der Planungsbüros und ausführender Firmen des Projekts waren anwesend, und sie wurden vom Musikverein Überlingen am Ried gut unterhalten. Zwischen den zwei ehemaligen Mühlen (heute Gasthäuser) laden nun Felsenbirnen-Bäume, Pflanzkübel und Wasserspiel zum Verweilen ein.

Flächenverbrauch vermeiden

Ziel der Neugestaltung war es, die von Landes- und Bundesregierung geforderten Prämissen – vorhandene Potenziale zu nutzen sowie den Flächenverbrauch einzuschränken – zu erfüllen.

Der Ausbau und die Nutzung des vorhandenen Bestandes (Ökonomiegebäude) sowie die Schließung von Baulücken zur Schaffung neuer Wohneinheiten sollen die weitere Ausbreitung und somit den Verbrauch von Flächen am Ortsrand vermeiden.

Dank an die Anwohner

In seinen Ausführungen zur Neugestaltung des Dorfmittelpunktes an historischer Stelle dankte Oberbürgermeister Bernd Häusler allen Planern und Ausführenden für die konstruktive Zusammenarbeit. „Ein besonderes Dankeschön geht an die Anwohner, die in zahlreichen Gesprächen im Rahmen von Bürgerwerkstätten und während der Bauzeit ihre Geduld bewiesen“, so Häusler.

Ortsvorsteher Bernhard Schütz betonte die Wichtigkeit der Neugestaltung für die Beruhigung der Verkehrssituation und zur Aufwertung des Wohnumfeldes und bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für die Umsetzung.

Neuer Name Mühlbachplatz?

Der Kreuzplatz soll den neuen Namen Mühlbachplatz erhalten. Das wird im Ortschaftsrat noch endgültig beraten. Auch Diakon Wilfried Ehinger und Pfarrer Markus Weimer betonten bei der Weihe des umgestalteten Dorfplatzes den Gewinn für ganz Überlingen am Ried als identitätsstiftende Maßnahme am historischen Ort.

So wandelten sie beim abschließenden Segen die Worte „gehet hin in Frieden“ in „bleibet und feiert gemeinsam“, um nochmals den Platz als Ort der Begegnung zu definieren. Nach dem Durchschneiden des Bandes und dem Errichten des Festbaumes wurde diesem Wunsch nach kommunikativer Gemeinsamkeit gern noch lange entsprochen.