Das lag am Gastredner Andreas Schwab, der seit 2004 für die CDU die Region im EU-Parlament vertritt. Schwab machte weniger Wahlkampf für die CDU.

Er warb vor den rund 70 Besuchern vor allem für den Erhalt eines geeinten Europas.

Denn das sei das Beste, was Deutschland jemals passiert sei, so eine von Schwabs Kernbotschaften. Die EU biete Sicherheit, Stabilität, Frieden und damit die Grundlage für Wohlstand. Und gerade weil China und die USA nicht nur Partner, sondern auch Rivalen seien, dürfe man sich nicht abschotten. „Nur wenn wir es gemeinsam versuchen, können wir die Souveränität verteidigen.“

Die Nationalisten und Populisten wüssten immer nur, was ihnen selber nütze und wogegen sie seien, meinte Schwab – natürlich auch mit Blick auf die AfD.

Das beste Beispiel in Europa sei der Brexit. „Die Briten machen sich ein wenig lächerlich. Heute weiß kein Mensch, wann der Brexit jemals stattfinden wird.“ Er halte die Wahrscheinlichkeit für gering, dass die Gruppierungen im Unterhaus ihre Meinungen ändern würden. Ein Problem sei, dass die großen Parteien in Großbritannien nie die Vorzüge der EU so propagiert hätten wie etwa die CDU in Baden-Württemberg.

Hier hakte Gemeinderat Berndt Wagner ein. Die Vorzüge der EU seien auch in Deutschland zu wenig deutlich gemacht worden. Das Parlament sei eher wegen seiner Überregulierung bekannt. Zum Beispiel die Vorgabe, dass Salatgurken nicht krumm sein dürften.

Schwab erklärte, dies habe rein praktische Gründe, weil sich gerade Gurken besser in Kartons stapeln ließen.

Er räumte auch ein: „Europa ist nicht immer lustig.“

Aber, so Schwab: „Es ist sinnvoller, Europa besser zu machen, als es zu zerstören.“