Die Grillhütte im Altbohl-Wald haben Unbekannte beschädigt und mit Farbe besprüht. Im Februar 2020 hatten Mitglieder des Jugendgemeinderats gemeinsam mit Helfern den Unterstand neben die Grillstelle im Altbohl-Wald gebaut. Seitdem ist die Hütte nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Familien genutzt worden.

Im Herbst haben Unbekannte Latten aus der Rückwand gerissen und die Hütte auf ihrer Rückseite beschmiert. Die fehlenden Latten wurden von der Stadt bereits wieder ersetzt. Der Jugendgemeinderat (JGR) hat nun beraten, was getan werden könnte, um Sachbeschädigung künftig zu vermeiden.

Mitglieder des Jugendgemeinderats und Helfer haben die Hütte 2020 selbst gebaut. Jetzt wurde sie Opfer von Vandalismus. Das soll künftig ...
Mitglieder des Jugendgemeinderats und Helfer haben die Hütte 2020 selbst gebaut. Jetzt wurde sie Opfer von Vandalismus. Das soll künftig vermieden werden. | Bild: Jarausch, Gerald

Die Vermutung liegt nahe, dass die Latten herausgerissen worden seien, um sie als Feuerholz zu nutzen, meinte Rolf Weishaupt von der mobilen Jugendarbeit. Einmal pro Monat liefere die Stadt einen Kubikmeter Feuerholz an den Grillplatz, das in einem Schopf gelagert und Besuchern kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Das Holz sei in der Regel sehr schnell aufgebraucht, meist innerhalb einer Woche. Wahrscheinlich werde das Holz nicht nur zum Grillen verbraucht, sondern auch, um Feuer bis in die Nacht hinein zu unterhalten, vermutete er.

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Ein weiteres Problem sei, dass Feiernde oftmals Müll zurückließen. Auf den Vorschlag, der Lage durch Kontrollen des Ordnungsamts Herr zu werden, entgegnete Lucas Pascual Maier, Vorsitzender des JGR: auch dann sei es schwierig, herauszufinden, von wem der Müll stammt.

Viele Vorschläge, aber wenige Lösungen

Um zu vermeiden, dass der Holzvorrat von wenigen Personen in einer Woche aufgebraucht wird, schlug Radolf Schoepke vor, kleinere Mengen wöchentlich anzuliefern. In diesem Fall fielen höhere Anfahrtskosten an, erklärte Weishaupt. Jugendreferentin Eva-Maria Beller riet, das zu vermeiden.

Bereits jetzt würden aus dem Etat des Jugendgemeinderats 700 Euro für das Feuerholz bezahlt. Die Idee, ein Schild aufzustellen, das Besucher darauf hinweist, eigenes Feuerholz mitzubringen, sollte der Vorrat der Stadt erschöpft sein, fand keine Mehrheit im JGR.

Mehr Totholz soll Probleme lösen

Besser gefiel den Jugendlichen die Idee, beim Forstamt nachzufragen, ob zusätzlich Totholz zur Verfügung gestellt werden könne. Eventuell könnten zwei Aufbewahrungsstellen geschaffen werden, schlug Paula Kempter vor. Eine für hochwertiges Holz zum Grillen und eine für Totholz zum Verfeuern.

Ein Wettkampf für Sprayer

Was die besprühte Rückwand angeht, schwebt dem Jugendgemeinderat vor, daraus ein Kunstprojekt zu machen. „Man könnte einen Sprayer-Wettbewerb veranstalten“, schlug Schoepke vor. Er habe Kontakt zu Jugendlichen, die unter der Schänzle-Brücke in Konstanz sprayen. Dort sei das erlaubt.

Auf Anraten von Eva-Maria Beller wollen die Jugendlichen diese Möglichkeit mit der Abteilung Landschaft und Gewässer abklären. Das Ganze habe noch etwas Zeit, meinte Anneli Biewald vom Café Connect. Vor März könne man nicht starten. Bis dahin seien die Temperaturen zu niedrig. Im Sommer hat sie im Rahmen des Jugend-Ferienprogramms einen Workshop fürs Graffiti-Sprayen organisiert.

Sprühdosen kosten viel Geld

Was die Finanzen betrifft, meint sie: „Das Teuerste am Sprayen sind die Sprühdosen. Für ein ansprechendes Motiv braucht man mehrere Farben. Da kommt man leicht auf 500 bis 600 Euro.“

Zunächst wollen die Jugendgemeinderäte sich nun bei der Stadt und dem Forstamt erkundigen, ob ihre Ideen zu realisieren sind. Sollte nichts davon möglich sein, kommt noch das Schild in Frage.