Ein Paradebeispiel hierfür ist seit Jahren „Agathe Bauer„ anstelle von „I‘ve got the power“ aus dem Song „The Power“ von Snap. Genau so bekannt dürfte „Anneliese Braun„ statt „All the leaves are brown“ aus „California Dreamin“ von The Mamas and the Papas sein. Und dann gibt es da noch aus dem italienischen Lied „Laura non c‘è“ von Nek die Textzeile „Niemand kann das bezahlen“, eigentlich „Mi manca da spezzare“. Jetzt schon mal Entschuldigung für die ganzen Ohrwürmer. Einen habe ich aber noch: „Es tobt der Hamster“ statt „Es tobt der Hass, da vor meinem Fenster“ in „Pflaster“ von Ich und Ich.

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Manchmal sind internationalen Liedern vermeintlich auch einige Wörter des heimischen Dialektes zu entnehmen. So beispielsweise im Sommer-Hit „Loco Contigo“, bei dem ich regelmäßig „Kumm mal näher“ verstehe. Im Song „Just Us“ dagegen meine ich ständig den Ausspruch „So isch es“ herauszuhören. Immer wieder muss ich mir vor Augen führen: Die Interpreten werden wohl kaum im hiesigen Dialekt singen. Der kolumbianische Latin-Pop-Sänger J Balvin sowie die US-amerikanischen Künstler Tyga und SZA nämlich haben mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit keine Berührungspunkte zum Schwarzwald oder Bodensee.

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