Die Coronakrise zeigt ihren Einfluss auf die Mooser Gemeindefinanzen. Weil in den vergangenen Monaten die kommunalen Einrichtungen der Gemeinde nur eingeschränkt oder gar nicht betrieben werden konnten, hat man sich während der jüngsten Gemeinderatssitzung auf eine Anpassung der Gebührenerhebung geeinigt. Generell wird die Kommune in diesem Jahr weniger Einkommens- und Gewerbesteuer einnehmen.

Vorsichtig handeln

Auch wenn sich die Mindereinnahmen aktuell noch nicht sehr dramatisch darstellen, rief Kämmerer Sven Leibing in der Sitzung dazu auf „weiterhin vorsichtig zu sein“. Weil eine flexible Ergebung der Entgelte nicht in den Satzungen und Entgeltordnungen vorgesehen ist, musste der Rat nun darüber beschließen.

Dabei einigte man sich drauf, dass die Elternbeiträge für den gemeindlichen Kindergarten für die Monate April, Mai und Juni ausgesetzt werden. Für die seit dem 27. April eingerichtete Notbetreuung wurde eine wöchentliche Abrechnung beschlossen.

Soforthilfe wird an Eltern weitergegeben

Möglich wurde die kulante Vorgehensweise durch eine Soforthilfe, die der Bund den Kommunen eingeräumt hat. Mit dem Betrag kann der Ausfall der Entgelte in Höhe von 21.000 Euro abgedeckt werden. Regulär werde der Kindergarten wieder ab dem Monat Juli abgerechnet.

Für den kirchlich geführten Kindergarten in Bankholzen wurde von Leibing eine „einheitliche Lösung“ in Aussicht gestellt, wie er sagte. Ähnlich werde man für die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule Weiler verfahren. Die seit dem 23. März eingerichtete Betreuung werde stundenweise mit den Eltern abgerechnet.

Eintritt in Bäder soll gleich bleiben

Bei der Erhebung der Eintrittspreise in den beiden Strandbädern in Moos und Iznang werde sich nach einer möglichen Öffnung nichts ändern. Aktuell wird in den Bädern kein Eintritt erhoben, weil der Badebetrieb nicht erlaubt ist.

Weil vielen nicht ersichtlich ist, warum das Baden derzeit in den Bädern untersagt ist, erklärte Bürgermeister Patrick Krauss noch einmal die Sachlage: „Nicht das Baden an sich ist nicht erlaubt, sondern die Infrastruktur der Bäder sind das Problem“, ließ er wissen.

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