Eigentlich gelte solch ein Unterfangen als „kaufmännischer Selbstmord“, sagt Sören Indrich drastisch. Er und Michael Schüller sind die Geschäftsführer von musicalpeopleLIVE aus dem schwäbischen Magstadt. Beide sind sich darüber einig, dass nach dem faktischen, zeitweiligen Berufsverbot für Künstler, diese dem treuen Publikum „etwas zurückgeben wollen, und wenn es etwas Kleines ist“.

Damit das Konzert überhaupt stattfinden kann, haben sich auch die Hauptdarsteller mit finanziellen Einschnitten einverstanden erklärt. „Die Künstler erhalten nur 40 Prozent ihrer üblichen Gage. Aber sie sind total happy und dankbar, dass sie endlich wieder Bühnenluft schnuppern können“, erläutert Indrich. An der Qualität der Konzerte solle jedoch nicht gespart werden. Die Zahl der Ensemble-Mitglieder samt Band und Backgroundsänger bleibe unverändert, verspricht Indrich.

Immer wieder eine neue Song-Liste

Die drei Hauptdarsteller wirken oder wirkten in den Musicals „Mamma Mia“ und „Ich war noch niemals in New York„ mit, aus deren Liedern das Programm zusammengestellt ist. Zwar wurde „Mamma Mia meets Udo Jürgens„ schon mehrfach aufgeführt, aber die Songliste werde jedes Mal neu zusammengestellt. „Manchmal haben auch die Künstler besondere Wünsche“, erklärt Indrich.

Auf den ersten Blick passt es nicht zusammen, dass Songs von ABBA und Udo Jürgens in einen Konzertabend gepackt werden. Jedoch seien beide Musicals ausgesprochen beliebt. Das klassische ABBA-Publikum sei eher weiblich, berichtet Sören Indrich. „Mamma Mia ist einfach eine Gute-Laune-Musik Die Frauen schleppen ihre Ehemänner mit. Und Udo Jürgens ist wieder eher etwas für Männer. Und die stellen danach fest, dass beides cool ist“, ergänzt er.

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Am Sicherheitskonzept wegen der Corona bedingten Auflagen haben Insel Mainau und musicalpeopleLIVE gemeinsam gefeilt. „Wir erhalten viele Anfragen, auch von Menschen mit Vorerkrankungen, die gerne kommen würden. Es gibt einen geregelten Zugang. Maskenpflicht besteht auf dem Weg zum Sitzplatz oder wenn dieser verlassen wird. Am Sitzplatz darf die Maske selbstverständlich abgenommen werden“, erklärt Sören Indrich.

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