Versammlungen sind derzeit verboten. Doch das hindert die weltweite Klimabewegung Fridays for Future nicht, weiterhin zu protestieren und sich für das Klima einzusetzen. Die Ortsgruppe Konstanz beteiligt sich heute beim globalen Netzstreik für das Klima. Verschiedene Aktionen sind geplant.

Fensterstreik als alternative Demonstration

Zum einen der Fensterstreik. Ein Plakat, Schild oder ein Banner wird ins Fenster gehängt oder eine Fahne am Balkon angebracht. Auf diese Weise zeigen die Aktivisten, dass sie an diesem Freitag auf der Straße wären und fürs Klima streiken würden. Ein Plakat hängt bereits auf der Laube:

„Wir streiken, bis ihr handelt“ steht rechts auf dem weißen Plakat an der Hausfassade auf der Laube. Auf den grünen links und in der Mitte ist das Symbol von Fridays for Future abgebildet.
„Wir streiken, bis ihr handelt“ steht rechts auf dem weißen Plakat an der Hausfassade auf der Laube. Auf den grünen links und in der Mitte ist das Symbol von Fridays for Future abgebildet. | Bild: Fridays for Future Konstanz

Klimaforderung als Postkartenaktion

Neben dem Fensterstreik gibt es die Postkartenaktion „Post für Andi“. Gemeint ist Andreas Jung, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Konstanz (CDU).

Bild: Fridays for Future Konstanz

Die Ortsgruppe setzt sich dafür ein, dass die Hilfsgelder, die momentan vom Staat an die Unternehmen verteilt werden, um einer Rezession entgegenzuwirken, an eine Emissionsreduktion gekoppelt sind.

Jannis Krüßmann betont, dass eine andere Krise, in der wir schon länger stecken, nicht vergessen werden dürfe: die Klimakrise. An diese wollen Fridays for Future Andreas Jung „erinnern, indem wir ihm alle eine Postkarte schicken“, so lautet der Appell auf der Internetseite der Konstanzer Ortsgruppe. Die Aktion läuft auch nach dem 24. April weiter.

Netzstreik als virtuelle Konferenz

Eine weitere Aktion ist ab 16 Uhr als Videokonferenz mit dem Programm Zoom geplant. Den Link zur Konferenz finden Sie auf der Homepage. Ideen, Wünsche und Anregungen können auf diese Weise gemeinsam gesammelt werden.

Bild: Fridays for Future Konstanz

Trotz des positiven Einflusses auf die Umwelt durch die Corona-Krise wie die bessere Luftqualität wegen geringerer Feinstaubbelastung durch den Verkehr, könne man nicht von einem Erfolg sprechen. „Wir wollen die Krise auch wie eine Krise behandeln“, betont Krüßmann.

„Im digitalen Bereich ist es allerdings viel schwieriger, für einen Streik Aufmerksamkeit zu gewinnen als bei einer Demonstration auf der Straße. Da werden eher die aufmerksam, die uns schon gut finden“, meint Jannis Krüßmann, Mitglied des Fridays-for-Future-Presseteams.
„Im digitalen Bereich ist es allerdings viel schwieriger, für einen Streik Aufmerksamkeit zu gewinnen als bei einer Demonstration auf der Straße. Da werden eher die aufmerksam, die uns schon gut finden“, meint Jannis Krüßmann, Mitglied des Fridays-for-Future-Presseteams. | Bild: Lukas Ondreka

Wie es mit Fridays for Future weitergeht, bleibt offen: „Demonstrationen als Kernstück unseres Engagements fallen zwar weg, doch wir sind weiter digital unterwegs und setzen uns für das Klima ein“, sagt Krüßmann überzeugt.

Weitere Informationen zu deutschlandweiten Aktionen zum globalen Netzstreik fürs Klima finden Sie hier.

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