Wahlhelfer hinter Plexiglas-Scheiben und frisch desinfizierte Kulis: Die Konstanzer Oberbürgermeisterwahl geht unter ungewöhnlichen Vorzeichen in ihre letzten Stunden. In den Wahllokalen – im ganzen Stadtgebiet gibt es wegen des amtlich verordneten Vorzug für die Briefwahl nur neun von ihnen – hielt sich der Andrang laut Wahlleiter Andreas Thöni zunächst in Grenzen. Dafür stecken Bürger in dichter Folge noch ihre roten Wahlumschläge in die Briefkästen von Rathaus, Bürgerbüro und Ortsverwaltungen.

Die Bürger wählen deutlich fleißiger als vor acht Jahren

Brief- und Urnenwahl zusammengenommen, wurde bis gegen 14.30 Uhr die Marke von 52 Prozent erreicht. Vor acht Jahren hatten im ersten Durchgang nur 42 Prozent der Berechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, im zweiten Durchgang waren es dann 44,5 Prozent. Nach einem kurzen, aber teils intensiven Wahlkampf hatten viele Beobachter vor der aktuellen OB-Wahl eine besondere Spannung festgestellt.

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Die hohe Zahl an Briefwählern könnte auch die Auszählung verzögern. Nach den gesetzlichen Regeln dürfen die blauen Stimmzettelumschläge der Briefwähler ebenfalls erst um 18 Uhr geöffnet werden, die Prüfung der Wahlscheine wird dagegen vorgezogen. Trotzdem könnte es später Abend werden, bis ein vollständiges Ergebnis vorliegt.

Der Wahlleiter rechnet damit, dass zunächst das Ergebnis aus den Wahllokalen vorliegen wird, das aber nur einen kleinen Bruchteil aller Stimmen abbildet. Die aktuellen Zwischenstände sind auch schon während der Auszählung hier auf SÜDKURIER Online zu finden.

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