Das Sturmtief „Ignatz“, der erste stärkere Herbststurm des Jahres, zieht seit heute Morgen über Deutschland Richtung Südschweden. Aktuell wird ab dem Nachmittag und Abend von Westen und Südwesten her langsam abnehmender Wind erwartet.

Für Konstanz meldet die Unwetterzentrale Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometern, lokal ist auch mehr möglich, außerdem kann es zu Schauern kommen. Für den Südwesten wird vor allem in den Gebieten Schwarzwald und Hochrhein vor orkanartigen Böen gewarnt (etwa 100 bis 120 Stundenkilometern), in exponierten Lagen kann es laut dem Deutschen Wetterdienst sogar zu Orkanböen (etwa bis 130 Stundenkilometern) kommen.

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Konstanz ist von schwereren Folgen des Sturms bisher verschont geblieben. Das Polizeipräsidium Konstanz zählte am Morgen und Vormittag 30 Einsätze, diese schließen aber auch den stärker betroffenen Schwarzwald-Baar-Kreis und den Landkreis Tuttlingen mit ein. „Es geht vor allem um umgestürzte Bäume“, so Jörg Kluge, Pressesprecher des Präsidiums. Verletzte habe es aber bisher keine gegeben. Bis zum frühen Nachmittag hat es keine weiteren sturmbedingten Einsätze in Konstanz gegeben.

Katamaran fährt derzeit nicht

Der Katamaranverkehr zwischen Konstanz und Friedrichshafen wurde aufgrund der Wetterlage eingestellt. Das meldete die Reederei bereits in den frühen Morgenstunden. „Wir informieren Sie, sobald es wieder über den See geht“, heißt es auf der Internetseite des Katamarans. Ab 15 Uhr fährt der Katamaran wieder.

Am Morgen meldeten die Stadtwerke Konstanz zudem eine Straßensperrung in der Riedstraße, weshalb die Buslinien 6, 11, 4/13 und 13/4 in diesem Bereich nicht verkehren konnten. Aufgrund des Sturms löste sich ein Baugerüst an einem Gebäude und drohte auf die Straße zu kippen. Die Konstanzer Feuerwehr reagierte schnell und die Umgebung wurde entsprechend abgesperrt. Sobald das Gerüst gesichert war, wurde die Sperrung aufgehoben. Die Buslinien verkehren wieder im normalen Takt.

Wassersportler nutzen die Böen

Auf dem Untersee wagten sich am Donnerstagvormittag Wind- und Kitesurfer aufs Wasser, wie Fotograf Robert Hahn Bauer vom Ufer aus miterleben konnte. Sie nutzten die starken Böen für ihren Sport.

Bild: Robert Hahn Bauer
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Förster warnen vor Waldspaziergängen

„Im Wald sollte man nach wie vor nicht herumlaufen, denn ein herunterhängender Ast kann immer mal abbrechen“, sagt Theo Straub, Förster auf der Insel Mainau. Schäden gäbe es im Mainauwald bisher aber keine, nicht einmal kleinere.

Irmgard Weishaupt, Försterin vom Stadtwald Konstanz, warnt ebenfalls deutlich davor, im Lauf des Tages in den Wald zu gehen. Auch sie und ihre Waldarbeiter würden das erst wieder tun, wenn der Wind abgeflaut ist, um mögliche Schäden zu inspizieren.