Laut Mitteilung der Kantonspolizei Thurgau ist diese auf einen Online-Shop aufmerksam gemacht worden, in dem Schutzmasken zu völlig überhöhten Preisen angeboten wurden. Sie sollen zum Stückpreis von bis zu 100 Franken (etwa 95 Euro) angeboten worden sein.

Masken, mit denen sich Menschen vor einer möglichen Covid-19-Erkrankung schützen wollen, sind derzeit sehr gefragt und häufig ausverkauft. Dies geht so weit, dass Kliniken Sorge haben, ihren dort dringend benötigten Bedarf decken zu können.

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Schweizer Polizei stellt 300 Masken sicher

Die Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau hätten zu einem 37-jährigen Deutschen aus der Region Kreuzlingen geführt. Es habe schließlich eine Hausdurchsuchung bei dem Tatverdächtigen stattgefunden, bei der rund 300 Masken sichergestellt worden seien.

Laut Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei habe es sich dabei um unterschiedliche Marken gehandelt. „Der Wert lag aber immer im niedrigen Franken-Bereich“, ergänzt er, „bei einem Modell beispielsweise nur bei drei bis vier Franken“.

Polizeisprecher: Masken sollen dorthin gebracht werden, „wo sie dringend benötigt werden“

Die Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen hat die Schutzmasken inzwischen an den Kantonalen Führungsstab übergeben, um diese für das Gesundheitswesen zur Verfügung zu stellen. Laut Matthias Graf sei offen, wohin die Masken genau gelangen. „Aber es wird darauf geachtet, dass sie dort genutzt werden, wo sie dringend benötigt werden.“

Gegen den 37-Jährigen ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen Wuchers. Laut Graf stehen darauf bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.

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