Aktualisierung vom 13. März

Mit Hilfe einer DNA-Analyse konnte die Identität der Person geklärt werden, die bei dem Brand am 6. März ums Leben gekommen war. Bei dem Mann handelt es sich zweifelsfrei um den 23-jährigen Bewohner der Brandwohnung. Zur möglichen Ursache des Brandausbruchs gibt es keine neuen Erkenntnisse, die Untersuchungen hierzu sind nach wie vor nicht abgeschlossen.

Aktualisierung vom 7. März

Die Leiche, die von Einsatzkräften der Feuerwehr im Zuge der Löscharbeiten gefunden worden war, wurde am Donnerstag obduziert. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft Konstanz auf Anfrage.

Abgeschlossen ist inzwischen die Spurensicherung durch Unterstützung von Experten des Landeskriminalamts Stuttgart. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei Konstanz vermuten die Beamten entweder einen technischen Defekt eines elektronischen Geräts oder Fahrlässigkeit als Brandursache, es sollen weitere Untersuchungen folgen. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden lägen nicht vor. 

Das geschah am 6. März

Feuerwehr und Rettungskräfte wurden in der Nacht auf Aschermittwoch gegen 3.15 Uhr zu einem größeren Einsatz in die Bücklestraße in Konstanz gerufen. Laut Christopher Kutschker und Klaus Menge, Sprecher der Feuerwehr Konstanz, habe eine Wohnung im vierten Obergeschoss gebrannt. Im Zuge der Löscharbeiten, dies bestätigt die Feuerwehr gegenüber dem SÜDKURIER, sei eine tote Person gefunden worden.

Bild: Christopher Kutschker

Am Mittwochmittag bestätigten auch die Staatsanwaltschaft und die Polizei Konstanz in einer gemeinsamen Erklärung die traurige Nachricht einer getöteten Person. Diese sei bislang nicht identifiziert. "Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden noch in der Nacht durch den Kriminaldauerdienst übernommen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

Um die Brandursache feststellen zu können, hat die Staatsanwaltschaft angeordnet, einen Gutachter hinzuzuziehen. Die Höhe des Sachschadens liege bei rund 100.000 Euro. 

Bild: Christopher Kutschker

Die betroffene Wohnung in Petershausen habe laut Feuerwehr in Vollbrand gestanden, 42 Personen mussten deshalb evakuiert werden. Acht Bewohner des dritten und vierten Stockwerks sind vorläufig in einem Hotel in Konstanz untergebracht, alle übrigen Hausbewohner konnten laut Polizei und Staatsanwaltschaft zurück in ihre Wohnungen.

Zum Schutz vor der Kälte am frühen Mittwochmorgen forderte die Feuerwehr ferner einen Bus der Stadtwerke Konstanz an. Eine Person wurde ins Klinikum gebracht, da sie auf Sauerstoff angewiesen war", teilt die Feuerwehr über ihre beiden Sprecher ferner mit. Außerdem sei Oberbürgermeister Uli Burchardt informiert worden und vor Ort gewesen.

In einer offiziellen Erklärung teilt er zunächst den Angehörigen der verstorbenen Person sein Mitgefühl mit. "Allen, die ihre Wohnungen verlassen mussten, wünsche ich, dass sie schnell dorthin zurückkehren können", ergänzte Burchardt.

Bild: Christopher Kutschker

Der Brand selbst war laut Feuerwehr gegen 4.30 Uhr gelöscht. Wegen der starken Hitze seien die Wasserleitungen geschmolzen, die Stadtwerke Konstanz stellte daraufhin für den gesamten Wohnblock das Wasser vorübergehend ab. Laut Feuerwehr sei die Beauftragung zur Reparatur der Wasserleitung durch die Hausverwaltung bereits angelaufen.

Bild: Christopher Kutschker

Die Feuerwehr war mit mehr als 40 Kräften der Standorte Petershausen, Wollmatingen, sieben Fahrzeugen und mit der Führungsgruppe im Einsatz und hielt weitere Kräfte in Reserve vor. Außerdem am Einsatz beteiligt waren ein Notfallseelsorger des Landkreises und der Rettungsdienst, sowie Einsatzkräfte für den Transport und die Erstversorgung und Betreuung der Bewohner. 

Der Brandort am Morgen.
Der Brandort am Morgen. | Bild: Lukas Reinhardt

OB Uli Burchardt dankte mit Blick auf das Feuer, das nicht einmal 24 Stunden zuvor – wenn auch mit glimpflicherem Ausgang – in der Niederburg ausgebrochen war, in Richtung der Einsatzkräfte und Helfer vor Ort: "Gut zu wissen, dass ihr immer für Konstanz da seid."

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