Hurra, endlich sind sie wieder da. Der Einzelhandel im Hegau jubelt, die ebenfalls durch Corona gebeutelte Gastronomie auch. Die Nachbarn aus der Schweiz stürmen nach der Öffnung der Grenzen wieder in die deutschen Läden. Die Parkplätze vor den Einkaufsmärkten füllen sich genauso wie die Straßen. Autos mit eidgenössischen Kennzeichen besetzen bisher verwaiste Stellplätze und schlängeln sich durch die Straßen.

Auch auf dem Pakplatz des Gottmadinger Einkaufszentrums stehen die Autos dicht an dicht.
Auch auf dem Pakplatz des Gottmadinger Einkaufszentrums stehen die Autos dicht an dicht. | Bild: Bittlingmaier, Albert

Ein Schritt zur Normalität vollzieht sich. War ja auch abnormal ruhig in der Grenzregion, wie Singen, Gottmadingen, Bietingen oder Gailingen. Einkaufen ohne Gedränge. Wie langweilig. Freie Fahrt auf der B 34. Ziemlich öde. Kaum Flugzeuge am Abendhimmel, die Richtung Zürich düsen. Auf der Veranda wird der Blick in zum Himmel endlich wieder interessanter, seit die Flugzeuge Zug um Zug wieder starten und landen dürfen. Was stört es da, wenn ab und zu etwas abgelassener Treibstoff oder anderer flüssiger Ballast auf die Garten-Garnitur tropft.

Freie Bahn auch für illegale Rennen auf der Autobahn. Hoffentlich wird es nach Kontrollen richtig teuer. Die Schweiz und Deutschland sind endlich wieder verbunden. Das zählt. Vorbei ist´s mit der Corona-Idylle. Der Hunger der Schweizer will preiswert gestillt sein. So wie damals vor zig Jahren umgekehrt.

Ein grenzwertiges Erlebnis

Unvergessen bleibt für mich ein grenzwertiges Buben-Erlebnis. Als die Kursverhältnisse konträr zur heutigen Situation waren, kauften wir Deutsche besonders gerne Nudeln in Schweizer Läden ein. Das kommentierte ein älterer Schweizer verächtlich so: „Ma chönnt meine, die Dütsche sind am verhungere.“ So ändern sich die Zeiten. Die lassen sich auch durch Corona nur kurz unterbrechen. Deshalb sagen wir, wie auf der Schutzmaske des Mitarbeiters eines Einkaufsmarktes in Gailingen steht: „Grüezi!“ Etwas satirische Gedanken dürfen aber erlaubt sein.

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