Der Garten Eden liegt in Engen. So hat Initiator Markus Krafft seinen Gemeinschaftsgarten genannt, der allen Bürgern offen stehen soll. Zwischen der Kapelle, der alten Mauer und dem Gesundheitszentrum wurden bereits die Beete vorbereitet, gerodet und Wege angelegt. Krafft und sein Team haben bereits die ersten Pflanzen gesetzt.

Markus Krafft möchte mit dem „Garten Eden“ zum gemeinschaftlichen Gärtnern einladen.
Markus Krafft möchte mit dem „Garten Eden“ zum gemeinschaftlichen Gärtnern einladen. | Bild: Holle Rauser

Zuvor gab es viel zu tun: Graswurzeln mussten ausgegraben, die verdichtete, lehmreiche Erde aufgearbeitet werden. Der Gartenbauer hatte 2019 die Idee zum Gemeinschaftsgarten hinter dem ehemaligen Krankenhaus. „Hier ist ein schöner Kraft-Platz, schon durch die Kirche“, erläutert er. Urban Gardening sei überall im Kommen. „Warum sollte man das nicht auch in Engen nutzen?“

Gemüsepflanzen von der Reichenau

Das Areal gehört dem Hegau-Klinikum Singen, dort kam die Idee gut an. Die Kirchenseite gehört laut Krafft dem Schwarzwaldverein, der auch von dem Projekt begeistert sei. Die ersten Gemüsepflanzen kommen von der Reichenau, auch ein großes Kartoffelbeet ist geplant. Wichtig sei, so der Gartenbauer, eine bunte Mischung von Pflanzen, die sich gegenseitig stärken.

Einzelne Stellen werden frei gelassen, zur eigenen Bepflanzung. Bänke, dekorative Elemente, ein Komposter und Wasserzugang ergänzen die Ausstattung des rund 400 Quadratmeter großen Gartens. Die Beete stehen allen Gartenfreunden offen.

Zehn Gebote für das Paradies

„Ich gebe nur den Impuls vor“, so Markus Krafft. Idealerweise würden sich einige Verantwortliche finden, die die Gartenarbeit koordinieren. Damit nicht nur geerntet, sondern auch gejätet und gepflanzt wird, sollen Regeln aufgestellt werden. „Zehn Gebote“, wie es sich für den „Paradiesgarten“ gehört.

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Sicher ist: ein Schrebergarten soll der Minipark nicht werden: Partys und Grillfeste sind nicht erwünscht, Müll muss mitgenommen werden. Anmeldungen gibt es nicht: „Wer Hunger hat, darf hierherkommen“, so der Initiator. „Die Nutzung muss sich von selbst regeln. Jeder sollte hier mit seinem eigenen Gewissen klarkommen.“ Auch Gartenfans der umliegenden Gemeinden dürfen sich einbringen. Im Juni soll die offizielle Eröffnung stattfinden.