Birgit Grießhammer wollte nicht einfach abwarten, bis sie ihren Friseursalon in Ludwigshafen wieder öffnen darf. Mit ihrem Lebenspartner Peter Ballnus rief sie eine Online-Petition ins Leben, in der sie die sofortige Öffnung der Friseurläden fordert. Ursprünglich sollte die Petition bis zum 31. Januar laufen, nun wurde die Frist bis zum 14. Februar verlängert.

Sie habe mit den anderen Friseuren im Ort Kontakt aufgenommen, diese hätten jedoch gar nicht reagiert oder eine Unterstützung abgelehnt, bedauert Birgit Grießhammer. Auch bei der bundesweiten Aktion „Licht an!“ habe Grießhammer als Einzige im Ort mitgemacht. Friseure hatten in der Nacht auf den 1. Februar in ihren Salons das Licht angeschaltet. Damit wollte das Friseurhandwerk auf seine Situation während des Lockdowns aufmerksam machen.

Ihre Petition sei die erste gewesen, erzählt Peter Ballnus. Inzwischen gibt es eine ähnliche von der Hamburger Friseurkette Ryf, sie hat bereits über 35.400 Unterstützende. Birgit Grießhammer sagt: „Wir reden ja grundsätzlich vom Gleichen. Am Ende ist es egal, wer die Blumen kriegt. Hauptsache wir haben Erfolg und dürfen wieder arbeiten.“ Natürlich sei es für eine Kette einfacher, Stimmen zu sammeln.

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Sie selbst hätten viele Stunden investiert und knapp 1770 Unterschriften beisammen. „Wir machen das im Namen der vielen kleinen Friseursalons, die keine Lobby haben. Die Ketten retten sich alleine.“ Dabei gehe es ihr nicht um ihren Namen oder um persönliches Ego, betont die Friseurin. „Unterm Strich ist wichtig, dass was passiert. Das ist das Einzige, was für alle zählen sollte.“ Sie verspricht: „Die Unterschriften gehen nicht verloren. Sonst würde ich all denen nicht gerecht, die extra gekommen sind oder sich im Internet eingetragen haben.“ Sie werde die Stimmen am Ende an die Petition aus Hamburg weitergeben.