Großalarm an der Bernhardshütte: Am Sonntagabend mussten mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz zu dem bekannten Freizeitheim bei Unterkirnach ausrücken. Dort klagten 25 Kinder und Jugendliche über gesundheitliche Beschwerden. Möglicherweise gab es einen Kohlenmonoxid-Unfall.

Die technische Einsatzleitung der Feuerwehr kordiniert den Einsatz der Wehren.
Die technische Einsatzleitung der Feuerwehr kordiniert den Einsatz der Wehren. | Bild: Sprich, Roland

Gegen 18.15 Uhr am Sonntagabend wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Ein langer Zug an Einsatzfahrzeugen mit Martinshorn und Blaulicht setzte sich daraufhin in Richtung Bernhardshütte in Bewegung. Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatte sich der Verdacht einer Kohlenmonoxidvergiftung verdichtet, wie ein Rotkreuzsprecher auf Nachfrage des SÜDKURIER sagte: „Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes tragen einen CO-Warnmelder bei sich: diese Melder haben Alarm geschlagen.“

Die Bernhardshütte ist eine christliche Freizeiteinrichtung.
Die Bernhardshütte ist eine christliche Freizeiteinrichtung. | Bild: Sprich, Roland

Da zunächst unklar war, wie viele Personen sich in dem Gebäude aufhalten und wie viele letztendlich unter gesundheitlichen Beschwerden wie Übelkeit und Kopfschmerzen leiden, wurde Großalarm ausgelöst.

Gutes Ende eines schwierigen Abends: Nach dem Großeinsatz bei der Bernhardshütte bei Unterkirnach sind alle erleichtert.
Gutes Ende eines schwierigen Abends: Nach dem Großeinsatz bei der Bernhardshütte bei Unterkirnach sind alle erleichtert. | Bild: Sprich, Roland

Daraufhin eilten weitere Einheiten von Rotem Kreuz und Malteser aus dem gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis an den Einsatzort, ebenso Einsatzkräfte der Feuerwehr. Da die Zufahrt zur Bernhardshütte eng und der Platz für die Einsatzfahrzeuge begrenzt ist, bauten sich die Helfer in geringer Entfernung beim Gasthaus „Friedrichshöhe“ auf. Auch die Feuerwehreinsatzleitung agierte von dort aus.

Zwei der verletzten Jugendlichen mussten ins Klinikum eingeliefert werden.
Zwei der verletzten Jugendlichen mussten ins Klinikum eingeliefert werden. | Bild: Sprich, Roland

Nach ersten Meldungen wurden insgesamt 25 Heranwachsende verletzt. Zwei Jugendliche mussten vom Roten Kreuz ins Klinikum eingeliefert werden. Vor Ort waren auch Mitarbeiter des Notfallnachsorgedienstes, die sich um die verbliebenen Jugendlichen kümmerten.

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Wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Christoph Kleiner erklärte, wurden, nachdem alle Kinder, Jugendlichen und Betreuer ins Freie gebracht wurden, intensive Messungen durch die Feuerwehr vorgenommen. Ein Ergebnis stand am Abend noch nicht fest.

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