Nach wochenlangem Wahlkampf wird es am Sonntag ernst. Die Bürger sind aufgefordert, ein neues Stadtoberhaupt für die nächsten acht Jahre zu wählen. Für Villingen-Schwenningen wird dies eine wichtige Zukunftsentscheidung. Denn das Amt des Oberbürgermeisters ist die zentrale und wichtigste Funktion in unserer Stadt. Diese ist mitentscheidend, ob und wie eine Stadt funktioniert und welche Zukunftsentwicklung sie nimmt. Die Bürger sind daher gefordert, bei dieser Weichenstellung für die Zukunft unserer Stadt mitzuwirken und zur Wahl zu gehen.

Ein zweiter Grund dafür: Dieses Mal wird es spannend. Der Amtsinhaber Kubon hört nach 16 Jahren auf. Neue Kandidaten sind am Start. Gesteigert wird diese Spannung noch, weil sich nach den Eindrücken aus dem Wahlkampf zwei starke Bewerber ein Duell auf Augenhöhe liefern. Und keiner weiß, was dabei am Sonntag rauskommt. Allein dies sollte die Bürger dazu bewegen, ihre Stimme abzugeben.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, sich zu beteiligen. Schaut man heute wachen Auges in die Welt hinaus, wird einem zunehmend bewusst, wie zerbrechlich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind. Autokraten und Populisten sind auf dem Vormarsch. Ähnlich wie in den 20er- und 30er-Jahren erleben wir wieder, dass Demokratie gefährdet ist. Gerade unter diesen Vorzeichen sollte uns bewusst sein, dass es ein Privileg ist, frei zu wählen. Wir haben eine Wahl, sogar eine gute. Nutzen wir sie.

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