Die erste Kandidatenbühne des Oberzentrums mit Öffentlichkeit bieten die Liberalen. Die FDP hatte am Freitagabend ihre Bühne vorbereitet, nicht alle durften sie betreten, nur die Bewerber, die ernsthaft Wahlkampf machen, wie Marcel Klinge erklärte, seien auch da. Frank Bonath moderierte den Abend gemeinsam mit Marcel Klinge in den Firmenräumen an der Max-Planck-Straße 11.

Klar wurde: Alle wollen alles besser machen. Es gab ehrliche Momente, etwa als Jörg Röber bei der bitte um eine Vision zu VS in 15 Jahren sagte, "vielleicht schaffen wir es nicht, bis dahin den kompletten Sanierungsstau abzubauen". Vs habe aber unglaubliche Ressourcen, die er gemeinsam mit allen Bürgern aktivieren wolle. Dass sei VS Vorbild, "wie es ein Oberzentrum sein muss". Gaetano Cristilli ulkte, in 15 Jahren sei er ja dann auch als OB wiedergewählt worden und alles sei gut auf Kurs. Er hätte bis dahin geführt, motiviert und erfolgreich zwischen Positionen vermittelt. Auch Jürgen Roth witzelte, in 15 Jahren seien alle Straßen saniert, als das Publikum kicherte, schränkte er ein: "Naja, bestimmt aber 70 Prozent." Jedenfalls sei 2033 die Verwaltung vollends digitalisiert, Rat und Rathaus gäben nach außen "ein einheitliches Bild ab, "VS wird dann auch gelebt und geliebt als ein wertvolles Gut." Marina Kloiber-Jung antwortete auf die Frage, wie VS in 15 Jahren dastehen werde so: "Ganz anders." Es seien ja "genug Gutachten da, das Problem sei, es werde zu wenig umgesetzt. Jeder müsse deshalb die Ziele kennen, vor allem im Rathaus. Ihr Motto sei deshalb: VS kann´s.

VS als attraktiver Standort, wie geht das? Für Jörg Röber muss das Marketing aktiviert werden. Kitas, Schulen, Breitband, Standortmarketing seien dann gut in Schuss. Das Rathaus müsse die Unternehmen fördern. Marina Kloiber-Jung will das Veranstaltungsmarketing intensivieren. VS brauche Events, habe aber keine wirklich große Halle. Deshalb erst einmal "ein großes, gemeinsames Vereinsfest zwischen V und S". Unternehmen müssten unbedingt gehalten werden. Für Roth muss der "Außeneindruck der Investitionsfeindlichkeit aufgebrochen werden". Das Rathaus sei als Dienstleister für Betriebe gefragt, "auch für die kleineren". Beim Breitband sei "jahreslang weggesehen worden". Erst jetzt passiere das Richtige. Für Cristilli müsse "die Verwaltung Unternehmen als Kunden behandeln".

Wohnen in VS: Cristilli will vor auch in den Ortschaften Potenziale suchen. Jörg Jöber pocht auf "mehr Wohnraum in allen Segmenten, auch beim altengerechten und individuellen Wohnen". Er will den "Zentralbereich als weiteren Stadtbezirk entwickeln". Kloiber-Jung sagte, das Wohnen sei in VS oft zu teuer. Sie kritisierte die Tarife im Friedrichspark. "350 0000 Euro für 100 Quadratmeter ist sehr happig." Bauplätze gelte es auch in den Ortschaften zu generieren. Roth sagte, die Stadt müsse "günstige Quadratmeterpreise bieten". Die Wbg arbeite hervorragend. Baulücken in den Orten seien aber durch Eigentümer zu oft blockiert. Diese Flächen gelte es zu aktivieren, auch wenn manche Eigentümer nicht vermieten wollten.