Der symbolische erste Spatenstich für das Einrichtungshaus XXX-Lutz ist am Dienstag, 15. März, um 14.30 am Vorderer Eckweg 21 in Villingen geplant. Oberbürgermeister Rupert Kubon und Bürgermeister Detlev Bührer haben ihre Teilnahme an der Feier zugesagt. Von der XXXL Unternehmensgruppe werden Expansionsleiter Dirk Dietrich und Pressesprecher Julian Viering anwesend sein. In Villingen-Schwenningen wird das 38. Einrichtungshaus der XXXL-Gruppe in Deutschland mit rund 27 000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Das Unternehmen teilt mit, dass es in den Bau rund 30 Millionen Euro investieren und 200 Arbeitsplätze schaffen werde. Die Bauzeit werde gut ein Jahr betragen. Die Eröffnung ist im Sommer 2017 vorgesehen.

Das neue Einrichtungshaus  des Möbelkonzerns Lutz wird 
in Villingen im Gewerbegebiet Vorderer Eckweg, neben dem Elektronikmarkt Hoerco ...
Das neue Einrichtungshaus des Möbelkonzerns Lutz wird in Villingen im Gewerbegebiet Vorderer Eckweg, neben dem Elektronikmarkt Hoerco und unmittelbar an der Bundesstraße 33 errichtet. | Bild: Hans-Jürgen Götz

In der Doppelstadt hat der Gemeinderat mit breiter Mehrheit für das große Möbelhaus gestimmt. Es gab in der politischen Diskussion im Vorfeld aber auch Kritik am Standort direkt an der B 33 in Villingen und am Geschäftsgebaren dieses Großkonzerns.

Zuletzt war die XXXLutz-Gruppe aus Österreich in der Öffentlichkeit massiv in die Kritik geraten. In der Deutschland-Zentrale des Möbelhändlers in Würzburg gingen rund 300 E-Mails und Anrufe von Kunden ein, die sich über die unangekündigte Freistellung von 99 Mitarbeitern empörten und teils wüste Beschimpfungen losließen. Den Beschäftigten der Auftragsbearbeitung im Mannheimer Zentrallager war an einem Montagmorgen Anfang Februar ohne Vorwarnung der Zutritt zu ihren Arbeitsplätzen verwehrt worden. Die Abteilung wurde kurzerhand nach Würzburg verlegt. Die Gewerkschaft Verdi verteilte in wenigen Tagen 20.000 Protest-Postkarten – adressiert an die Inhaber Andreas und Richard Seifert, die den Konzern vom österreichischen Wels aus steuern. In den Medien wurde bundesweit über den Rauswurf berichtet.