Die kleinere und jüngere der beiden Unterkirnacher Fasnetzünfte hat im kommenden Jahr Grund zum Feiern. Die Kürnach Hexen werden 25 Jahre jung. Das feiern die Hexen am 20. Mai stilecht mit einer Hexennacht auf dem Schlossberg.

  • Hexenzunft: Im Jahr 1995 gegründet, waren die Kürnach Hexen im Jahr darauf zum ersten Mal bei der Fasnet im Häs. Noch heute sind mehrere Gründungsmitglieder aktiv bei den Kürnach Hexen dabei, freut sich Vorsitzende Susanne Ciampa. Das Alter der 39 Aktiven und weiterer acht Schnupperhexen reiche vom Säuglingsalter bis hin zur dienstältesten, aber jung gebliebenen Kürnach Hexe Veronika Ciampa mit über 70 Jahren. Mehrere junge Familien sind sehr aktiv in der Hexenzunft dabei. Nachdem einige Zeit das Interesse von Neumitgliedern an den Kürnach Hexen noch eher verhalten war, bestehe mittlerweile wieder rege Interesse, freuen sich die Vorstandsmitglieder, die sich nun zur Vorstellung des Festprogramms getroffen haben. Unterstützt werden die aktiven Mitglieder durch rund 30 passive Mitglieder der Hexenzunft.
Seit 25 Jahren sind die Kürnach Hexen bei der Unterkirnacher Fasnet nicht mehr weg zu denken. Ihr Häs zeigt eine aus den Unterkirnachs herauf gestiegene Hexe. Ihr absichtlich modriger Anschein unterscheidet die Kürnach Hexen von der Vielzahl anderer Hexenzünft.
Seit 25 Jahren sind die Kürnach Hexen bei der Unterkirnacher Fasnet nicht mehr weg zu denken. Ihr Häs zeigt eine aus den Unterkirnachs herauf gestiegene Hexe. Ihr absichtlich modriger Anschein unterscheidet die Kürnach Hexen von der Vielzahl anderer Hexenzünft. | Bild: Cornelia Putschbach
  • Hexengeschichte: Als Grundlage der Geschichte der Zunft überliefern die Kürnach Hexen folgende Erzählung: Die Hexen haben viele hundert Jahre in den Ruinen von Unterkirnach gehaust. Diese Ruinen sind auch im Unterkirnacher Wappen enthalten. Die Hexen stiegen aus den Gruften herauf, um in Unterkirnach und Umgebung Fasnet zu machen. Um dem Häs einen „vermoderten“ und alten Eindruck zu geben, habe man es in den Farben braun und grün gehalten und überall mit Spinnweben behängt. Eines der Netze hängt über der Schulter, auf der Schürze befindet sich eines und das Halstuch stellt ebenfalls ein Spinnennetz dar. Bei der Scheme handelt es sich um eine bemalte Holzscheme, die mit einer Perücke aus Büffelhaar und einem Lederhut komplett wird.
  • Der heimliche Star der Hexen: Ein Hexenmeister soll die Hexen im Zaum halten und muss daher, um sich abzuheben, größer als die anderen Hexen sein. Sein Häs ist komplett aus Heidschnuckenfell. Die Scheme ist extrem groß und mit einem dritten Auge versehen, um das Geschehen im Blick zu haben.
  • Hexendatum: Am Mittwoch, 20. Mai, feiern die Kürnach Hexen auf dem Gelände der Freilichtbühne am Unterkirnacher Schlossberg ihre Hexennacht. Dieser Ort passt prima zu den Hexen, ist sich der Vorstand sicher. Er habe etwas Mystisches und eigne sich bestens für den geplanten Rahmen. Sollte das Wetter an diesem Abend überhaupt gar nicht mitmachen wollen, ist die Schlossberghalle als Ausweichmöglichkeit in der Nähe zu finden. Einen Mittwoch als Tag der großen Hexenfeier habe man nicht aus Versehen gewählt, betonen die Vorstandsmitglieder mit einem Augenzwinkern. Am Tag darauf sei Christi Himmelfahrt und Vatertag und somit ausreichend Zeit zur Erholung.
  • Hexennacht-Programm: Gute Laune ist bei der Hexennacht auf dem Schlossberg schon jetzt garantiert. Eine Guggenmusik wird spielen und mehrere Gastzünfte werden etwas zum Programm beitragen. Außerdem stehen für die Festbesucher Foodtrucks bereit und eine Bar der Kürnach Hexen wird geöffnet sein. Einzige Ausnahme bei der Gute-Laune-Garantie bilden eventuell die Neuhexen, denn, so kündigen die arrivierten Kürnach Hexen bereits jetzt mit schelmischem Grinsen an, an diesem Abend wird es eine Hexentaufe für etliche Neumitglieder geben. Und eine solche Hexentaufe soll ja kein Zuckerschlecken sein, hört man.

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