Mit 91, 9 der abgegebenen Stimmen wurde Oberbürgermeister Michael Beck in seinem Amt bestätigt. Insgesamt hatten sich 4667 Wähler an der Wahl beteiligt – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 18 Prozent. „Um 18.44 stand das vorläufige Endergebnis der Wahl fest. Von 25 870 Wahlberechtigten hatten 4019 für den Amtsinhaber Michael Beck gestimmt, der als einziger Kandidat zur Wahl angetreten war“, informierte Stadtsprecher Arno Specht. Von der Möglichkeit andere Namen auf den Stimmzettel zu schreiben, hatten 356 Wählerinnen und Wähler Gebrauch gemacht.

Erster Bürgermeister Emil Buschle gab in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses vor gut 100 Gästen im Rathausfoyer das Ergebnis bekannt. „Ich danke allen, die an der Wahl teilgenommen haben und dafür gesorgt haben, dass die politische Kultur in Tuttlingen lebendig bleibt“, sagte Buschle. Kein Verständnis hatte Buschle für die Kritiker, die im Vorfeld in Anbetracht fehlender Gegenkandidaten von einer Wahl à la DDR gesprochen hatten: „Im Gegensatz zur DDR und vielen anderen Diktaturen hätte jeder die Möglichkeit gehabt, sich zu bewerben oder gemeinsam mit Gleichgesinnten einen Kandidaten zu suchen.“ Dass die nicht geschehen sei, könne man nicht dem einzigen Bewerber vorwerfen.

Der wiedergewählte Oberbürgermeister Michael Beck bedankte sich vor allem für die breite Unterstützung, die er im Wahlkampf aus den unterschiedlichsten Gruppen und politischen Lagern erfahren durfte. „Diese Geschlossenheit hätte ich mir vor einigen Jahren nicht vorstellen können.“ Zwar hätte auch er sich eine höhere Wahlbeteiligung erhofft, der Stadt habe es aber gut getan, „dass in den letzte Wochen und Monaten keine Gräben aufgerissen wurden.“ Nun sei er aber vor allem froh und dankbar – „für alle die zur Wahl gingen, und die mich während der letzten Wochen unterstützt haben.“