Es ist still und ruhig. Niemand lacht, niemand tobt herum. Genau so, wie man sich einen Kindergarten normalerweise nicht vorstellt, ist er in den letzten Wochen gewesen. Wie es in ihrer Einrichtung war, hat nun die Leitung des evangelischen Kindergartens auf der Seebauernhöhe, Verena Bianchi, beschrieben. Und es war eine schwierige Zeit, nicht nur für die Eltern und ihre Kinder.

Viele kleine Freuden

Auch die Mitarbeiter mussten sich umstellen. „Damit der Kontakt zu unseren Kindern und Familien nicht völlig stillliegt und die Zeit Zuhause kreativ genutzt werden kann, haben wir als Team gemeinsam kreative Pakete für die Kinder vorbereitet“, so Verena Bianchi. Beispielsweise gab es eine kleine Überraschung, die den Kindern zu Ostern eine kleine Freude machen sollte und per Post zugestellt wurde. Alle ein bis zwei Wochen gab es weitere Pakete. Ein „Gute-Laune-Paket“ für die Familie habe man zum Mutter- und Vatertag vorbereitet. Doch nicht nur das, auch an inhaltlichen Dingen wurde zwischenzeitlich gefeilt, wie die Einrichtungsleiterin sagt: „Die Erzieherinnen haben im Homeoffice pädagogische Themen für die Weiterentwicklung der Konzeption bearbeitet.“

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Man habe sich bemüht, den Kontakt zu Kindern und Familien nicht komplett abreißen zu lassen. Klar ist trotzdem, dass es für viele Kinder eine große Herausforderung war, sich zwischen Beruf und Kinderbetreuung zu organisieren. Denn auch der Kindergarten auf der Seebauernhöhe konnte nur eine Notbetreuung einrichten, bei der folglich nur ein kleiner Teil der Kinder betreut wurde. „Durch die Abstands – und Hygieneregelungen wurden zuvor die Gruppenräume, wie auch der Außenbereich, für die Notbetreuung vorbereitet. Tische wurden in den Keller verlagert und Stühle verbannt, so dass nur so viele Plätze in dem Mindestabstand vorhanden sind, wie Kinder in den Gruppen waren“, so Einrichtungsleiterin Verena Bianchi.

Nun bei 50 Prozent

Seit Anfang Juni dürfen nun bis zu 50 Prozent der Kinder gleichzeitig die Einrichtung in einem rollierenden System besuchen. „Endlich ist wieder mehr Leben in die Einrichtung zurückgekehrt“, so Verena Bianchi. Doch vom Vor-Corona-Alltag ist man noch weit entfernt, das merken auch die Kleinsten. Wann dieser Regelbetrieb wieder starten kann, ist derzeit noch unklar. Bis dahin sind sämtliche Feste und Gottesdienste abgesagt. Auch die Einweihung des neu gestalteten Außengeländes ist aus dem Terminkalender gestrichen und soll kommendes Jahr nachgeholt werden.

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Dankbar für Geduld

Verena Bianchi hofft, dass bald wieder eine Normalität einkehren und der Kindergartenbetrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Bis dahin wünsche sie der Gemeinde und den Familien weiterhin alles erdenklich Gute und ist dankbar für die aufgebrachte Geduld und das Verständnis der Eltern für momentane Lage.