Eine Mountainbikeanlage soll im Bereich des Sport- und Freizeitgeländes in St. Georgen entstehen. Diesem Antrag des Radsportvereins folgte der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwochabend in der Stadthalle einstimmig. Unmittelbar neben der Halle des Tennisclubs St. Georgen hat sich das passende Gelände gefunden. Dort sollen die Biker des Radsportvereins, aber auch ausdrücklich die Allgemeinheit, künftig trainieren können.

Neben der Tennishalle soll die Mountainbikeanlage entstehen, die sowohl über die Grünfläche als auch teilweise durch das Baum-Gelände führen soll.
Neben der Tennishalle soll die Mountainbikeanlage entstehen, die sowohl über die Grünfläche als auch teilweise durch das Baum-Gelände führen soll. | Bild: Roland Sprich

Die Mountainbikefreunde sind in St. Georgen schon seit mehreren Jahren an dem Thema dran. Auch der Jugendgemeinderat hatte schon einen ähnlichen Vorschlag eingebracht. Letztlich scheiterte das Vorhaben aber immer aus verschiedensten Gründen. Jetzt hat es der neu gegründete Radsportverein erfolgreich in den Fokus gerückt. Der Verein ist im Juli aus einer Gruppe des Skivereins hervorgegangen.

„Da könnte etwas Schönes entstehen“, ist sich Bürgermeister Michael Rieger sicher und verweist auf die Ziele des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts von St. Georgen 2030“. Hier habe man im Leitthema „Aktiv für Gesundheit und Sport“ auch „Sport- und Spielangebote für Kinder und Jugendliche“ als Ziele ausgegeben.

In der Sitzung des Stadtrates von St. Georgen stellen die Vorsitzenden des Radsportvereins, Raymond Obergfell und Claudia Rombach (von links) das Projekt einer Mountainbikeanlage am Hochwald vor.
In der Sitzung des Stadtrates von St. Georgen stellen die Vorsitzenden des Radsportvereins, Raymond Obergfell und Claudia Rombach (von links) das Projekt einer Mountainbikeanlage am Hochwald vor. | Bild: Cornelia Putschbach

Gelände perfekt geeignet

Das städtische Gelände neben der Tennishalle eigne sich perfekt für die Anlage, sind sich die Beteiligten einig. Dort war der Wald vor Jahren abgeholzt worden, als das Dach der Tennishalle mit einer Photovoltaikanlage versehen wurde. Mittlerweile ist das Grün wieder gewachsen. Damit bietet das Gelände beste Voraussetzungen, denn ein Teil der Anlage soll durch das Grün der Bäume führen. Die Zufahrt zum Trainingsgelände soll über den Parkplatz des Schwimmbads erfolgen. Der Fußweg entlang des Waldes bleibt erhalten. Hinsichtlich zweier dort befindlicher Stationen des Trimm-dich-Pfades wird seitens der Stadt an einer Lösung gearbeitet.

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Drei verschiedene Bereiche geplant

In der Sitzung des Gemeinderates stellten die Vereinsvorsitzenden Claudia Rombach und Raymond Obergfell am Mittwoch das Projekt vor. Die Anlage gliedert sich in drei Teile: Pumptrack, Singletrail und eine Freifläche für Fahrspiele und Fahrtechnik. Im Singletrailbereich werden kleine Wege in den Wald integriert. Auf dem Pumptrack mit seinen hochgezogenen Kurven und Wellen wird eine spezielle Mountainbiketechnik trainiert, bei der das Ziel ist, ohne zu treten, sondern vielmehr durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe am Rad, Geschwindigkeit aufzubauen. Die Freifläche dient dem Techniktraining. Hierfür beispielsweise verwendete Holzpaletten werden in einem Leichtbaucontainer aufbewahrt, der hinter der Tribüne des angrenzenden Sportplatzes aufgestellt wird. Der Bereich des Pumptracks war zunächst nicht vorgesehen. Doch weil jetzt genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, habe man den ersten Entwurf der Anlage um diesen Bereich ergänzt, erklärt Rieger.

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25 000 Euro Kosten

Rund 25 000 Euro wird die Mountainbikeanlage kosten. Die Stadt steuert einen Zuschuss von 5 000 Euro bei. Der Rest wird mit Hilfe von Spendern und einem Sponsor finanziert. Außerdem wird der Verein durch Eigenarbeiten seiner Mitglieder versuchen, die Kosten zu senken. Für den Pumptrack will der Verein eine Fachfirma beauftragen, was von der Verwaltung begrüßt wird. Rund 70 Prozent der Gesamtmittel seien bereits vorhanden, berichtet Claudia Rombach. Mit dem Bau werde schon bald begonnen.

Nach Herstellung der Anlagen durch den Radsportverein soll die Verantwortung größtenteils bei der Stadt liegen. Das bedeutet, dass die Verkehrssicherungspflicht als auch die Haftung für die Anlagen von der Stadt übernommen werden. Der Radsportverein hat jedoch zugesichert, dass man die Stadt bei Kontrollen und Instandhaltungsarbeiten unterstützen wird.

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