In der heutigen Zeit nennt man das einen Deal, wenn ein Dresdner Reisebüro seine Kunden mit einem Schwarzwälder Heimatabend verführen will, sie dazu nach Piestany in die Slowakei per Bus bringt und drei St. Georgener Vereine als Gestalter des Heimatabends ebenfalls dorthin reisen. Grund: Das Reisebüro will Reisen in den Schwarzwald verkaufen. So geschah es vor 25 Jahren und im SÜDKURIER vom 22. November 1994 wird darüber berichtet.

Vermittelt wurde die Unternehmung vom St. Georgener Verkehrsverein, der den Trachtenverein St. Georgen, die Trachtenkapelle aus Buchenberg und einen Teil der St. Georgener Narrenzunft dazu einlud. Schließlich konnte der Schwarzwald, insbesondere St. Georgen, von dieser Veranstaltung profitieren. Im Prospekt, das den rund 100 Teilnehmern schon im Hotel verteilt wurde, war St. Georgen als Reiseziel der Dresdener für 1995 mehrmals verzeichnet.

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In der Tat waren dann die Zuschauer begeistert von den Darbietungen, die unter Leitung des Vorsitzenden des Verkehrsvereines, Heinrich Seebacher, jeweils angekündigt wurden. Der Vorsitzende des Trachtenvereins, Kurt Winterhalter, erläuterte die einzelnen Trachten, insbesondere die Brautschäppel. Mit ihren Tänzen, den Vorführungen der Glockenspielgruppe und den Einlagen der Buchenberger Trachtenkapelle hatten die Dresdner in der Slowakei vergnügliche Stunden.

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Als Überraschung angekündigt, eroberten eine Reihe von Fohrenbobbele und Kräuterwieble der Narrenzunft St. Georgen die Bühne. Heinrich Seebacher lieferte dazu einen kleinen Exkurs zur St. Georgener und der alemannischen Fasnacht. Glocken und Fuchsschwanz wurden aktiv eingesetzt und kaum einer der Zuschauer wurde zum Vergnügen aller dann vom närrischen Treiben verschont. Die Buchenberger Musiker sorgten bis spät in die Nacht für die passende Musik zum Tanz. Die St. Georgener waren mit dem Werbeeffekt ihres Einsatzes zufrieden und hofften nun auf viele Besucher.

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