Im Technologiezentrum (TZ) ist der Digital Hub für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg offiziell eingeweiht worden. Das Land Baden-Württemberg fördert die Einrichtung, die kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der Digitalisierung unterstütz, im Rahmen des Digitalgipfels 4.0 mit 857 000 Euro.

Sie verköprern die Konsortialpartner des Digital Hub für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Von links Andreas Wierses (KIT), Simon Herrlich (Hahn-Schickard), Ursula Schulz (bwcon), Michael Beigl (KIT), Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, TZ-Geschäftsführer Martin Friedrich, Thomas Albiez (IHK) und Martin Zimmermann (Imsimity).
Sie verköprern die Konsortialpartner des Digital Hub für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Von links Andreas Wierses (KIT), Simon Herrlich (Hahn-Schickard), Ursula Schulz (bwcon), Michael Beigl (KIT), Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, TZ-Geschäftsführer Martin Friedrich, Thomas Albiez (IHK) und Martin Zimmermann (Imsimity). | Bild: Sprich, Roland

Die Garage als Ausgangspunkt für erfolgreiche Unternehmensgründungen hat ausgedient. „Die romantische Vorstellung von Unternehmensgründungen in der Garage sind nur dann toll, wenn diese Garage im sonnigen Kalifornien steht. Wenn diese Garage aber in St. Georgen steht, ist das angesichts frostiger Temperaturen im Winter nicht zeitgemäß“, verdeutlichte TZ-Geschäftsführer Martin Friedrich bei der Einweihung. Wie Imsimity-Geschäftsführer Martin Zimmermann sagt, ist die zündende Geschäftsidee nur die halbe Miete für eine erfolgreiche Unternehmensgründung. Doch häufig fehlten gerade kleinen Unternehmen die Kapazitäten, sich mit neuesten Trends und Technologien zu befassen. Der Digital Hub will hier mit Infrastruktur und Know-How begleitend zur Seite stehen.

TZ-Geschäftsführer Martin Friedrich erläutert beim Rundgang die verschiedenen Einrichtungen des Digital Hubs. Dazu gehört auch ein so genannter Inkubator, in dem die Unternehmen neue Geschäftsideen „ausbrüten“ und auf Tauglichkeit testen können. Bild: Roland Sprich
TZ-Geschäftsführer Martin Friedrich erläutert beim Rundgang die verschiedenen Einrichtungen des Digital Hubs. Dazu gehört auch ein so genannter Inkubator, in dem die Unternehmen neue Geschäftsideen „ausbrüten“ und auf Tauglichkeit testen können. | Bild: Roland Sprich

Zur Einweihung kam Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus vom Wirtschaftsministerium. Er bezeichnete Baden-Württemberg als „industriellen Kern Deutschlands und hier wiederum die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg als eine der bedeutenden Wirtschaftsstandorte im Land.“ Die vor einigen Jahren kursierenden Horrorszenarien, wonach Roboter den Menschen die Arbeit wegnehmen und es nur noch menschenleere Fabrikhallen geben wird, haben sich bis heute nicht erfüllt. „Aber ein Drittel aller Berufe wird es in den einigen Jahren so nicht mehr geben“, verwies er darauf, dass der Transformationsprozess bereits stattfinde. Er ermutigte Unternehmen, eine mögliche Abschwächung der Konjunktur dazu zu nutzen, die Mitarbeiter noch stärker für den Bereich Digitalisierung zu qualifizieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Digital Hub, übersetzt Digitalisierungszentrum, wurde unter der Bezeichnung Digital Mountains von einem Konsortium des TZ, der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Hahn-Schickard-Gesellschaft, des Karlsruher Instituts für Künstliche Intelligenz (KIT), der Bwcon GmbH sowie der im TZ ansässigen Unternehmen Imsimity GmbH und Virtual Dimension Center initiiert. Ziel ist es, die digitalen Kompetenzen und Technologien dieser Konsortialpartner zu vernetzen und zu einem intelligenten System zusammenzuführen. Die Kernaufgabe ist die ganzheitliche Betreuung der Unternehmen mit einem zentralen Management und Ansprechpartnern. IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez freut sich über die Unterstützung vom Land. „Wir brauchen Partner in der Politik, die ein offenes Ohr haben, um die richtigen Themen aufzugreifen für Dinge, die noch in den Kinderschuhen stecken – wie die Digitalisierung.“ Die aus solchen Förderungen resultierende Wertschöpfung werde in der breiten Öffentlichkeit häufig noch zu gering beachtet. Bei einem Rundgang durch den Digital Hub stellten die Konsortialpartner ihre Möglichkeiten der Unterstützung vor.