Seit Mitte März müssen die Mitarbeiter bestimmter Gesundheitseinrichtungen gegen Covid-19 immunisiert sein. Wer das nicht ist, muss dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Dem Kreis-Gesundheitsamt sind nach aktuellem Stand 850 Personen gemeldet worden, die nicht immunisiert sind, sagt Heike Frank, Sprecherin des Landratsamtes.

Die Einrichtungen müssen sich beim Gesundheitsamt melden, wenn die entsprechenden Nachweise nicht vorliegen: entweder die Bescheinigung über eine abgeschlossene Impfung, ein Genesenennachweis oder ein ärztliches Attest, dass sie nicht geimpft werden können.

Auch, wenn Zweifel an der Echtheit und Richtigkeit der Belege bestehen, müsse das Gesundheitsamt informiert werden. Dieses wiederum fordere die betroffene Person dann schriftlich zur Vorlage der Nachweise auf.

Können Beschäftigte keinen Impfnachweis vorlegen, bekommen sie Post vom Gesundheitsamt.
Können Beschäftigte keinen Impfnachweis vorlegen, bekommen sie Post vom Gesundheitsamt. | Bild: Nathalie Göbel

Auch hätten sich etwa 25 Personen impfen lassen. „Beachtet werden muss hier allerdings, dass bei vielen Betroffenen der Genesenenstatus noch nicht abgelaufen ist“, so Heike Frank. Nach Impfempfehlung sollte man ab drei Monaten nach Infektion eine weitere Impfdosis erhalten, um als grundimmunisiert zu gelten.

Pflegeheime fürchten Unterversorgung

Betretungs- oder Tätigkeitsverbote seien bislang nicht ausgesprochen worden. Diese können nach schriftlicher Anhörung des Betroffenen und des Arbeitgebers nach Ermessensentscheidung ausgesprochen werden.

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Die einrichtungsbezogene Impfpflicht hatte im Vorfeld für viele Diskussionen und Kritik gesorgt. Pflegeheime beispielsweise fürchteten, die Versorgung der Menschen nicht sicherstellen zu können, da sie ohnehin seit Langem mit Fachkräftemangel zu kämpfen haben.