Es hatte ein wenig etwas vom ersten Schultag, als die Kreisräte des 10. Kreistages am Montagnachmittag zum ersten Mal im Landratsamt zusammenkamen, um ihr Gremium zu konstituieren. 23 Vertreter sind erstmals mit dabei, 35 gehörten dem Kreistag bislang schon an.

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Stellvertretend für ihre Kollegen verpflichtete Landrat Sven Hinterseh die Gütenbacher Bürgermeisterin Lisa Wolber, die mit 30 Jahren die jüngste Kreisrätin der Legislaturperiode ist.

Lisa Wolber, 30, die Bürgermeisterin von Gütenbach, spricht als jüngstes Mitglied des Kreistages neben Landrat Sven Hinterseh stellvertretend für alle Räte die Amtsverpflichtung.
Lisa Wolber, 30, die Bürgermeisterin von Gütenbach, spricht als jüngstes Mitglied des Kreistages neben Landrat Sven Hinterseh stellvertretend für alle Räte die Amtsverpflichtung. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Mit Elke Bettecken, Cornelia Kunkis-Becker und Sigrid Fiehn entsenden CDU, Grüne und Freie Wähler erstmals drei Frauen als Stellvertreterinnen des Landrats im Vorsitz des Kreistags.

Elke Bettecken ist die neue erste Stellvertreterin des Landrats im Vorsitz des Kreistages. Erstmals sind hier drei Frauen vertreten, neben Bettecken auch Cornelia Kunkis-Becker und Sigrid Fiehn.
Elke Bettecken ist die neue erste Stellvertreterin des Landrats im Vorsitz des Kreistages. Erstmals sind hier drei Frauen vertreten, neben Bettecken auch Cornelia Kunkis-Becker und Sigrid Fiehn. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Volle Agenda für die nächsten fünf Jahre

Zu Beginn betonte der Landrat, dass es für die neuen Räte viel zu tun gebe. Angefangen bei der Bildung, die höchste Priorität genieße bis hin zur Förderung des Tourismus und des Naturschutzes reichen die Themen der kommenden fünf Jahre.

Landrat Sven Hinterseh bei der Begrüßungsrede.
Landrat Sven Hinterseh bei der Begrüßungsrede. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Fluglärm, Atommüllendlager, VSB: Es gibt viel zu tun

Besonderen Raum gab Hinterseh der derzeitigen Debatte um die Tarife des Öffentlichen Personennahverkehrs. Der Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar (VSB) müsse weiterentwickelt werden. Bis Ende des Jahres soll ein Gutachten der Schweizer Beratungsagentur SMA vorliegen, die wegweisende Ideen zur Tarifstruktur enthalten soll.

Blick von der Zuschauertribüne in den Sitzungssaal des Landratsamtes
Blick von der Zuschauertribüne in den Sitzungssaal des Landratsamtes | Bild: Hans-Juergen Goetz

Außerdem bleiben große Themen der Vergangenheit weiter auf dem Tableau. So soll die Drei-Welten-Card dem Tourismus Schwung verleihen. Und auch mit den benachbarten Eidgenossen besteht in puncto Fluglärm und Atommüllendlagersuche weiterhin Redebedarf.

Ein Airbus A340 der Swiss im Landeanflug über Südbaden. Der Fluglärm bleibt auch in den kommenden Jahren Thema im Kreistag.
Ein Airbus A340 der Swiss im Landeanflug über Südbaden. Der Fluglärm bleibt auch in den kommenden Jahren Thema im Kreistag. | Bild: Patrick Seeger

CDU bekommt zwei weitere Sitze in den Ausschüssen

Angenommen wurde ein Antrag von VS-OB Jürgen Roth, die Anzahl der Mitglieder in den Kreistagsausschüssen von 21 auf 23 anzuheben. Dies solle, so Roth, den Wählerwillen besser abbilden. Zustimmung kam von Grünen und SPD. Liberale, Freie Wähler und die AfD stimmten gegen den Antrag und argumentierten durchgehend mit der in der Vergangenheit häufig geforderten Verschlankung von Prozessen, die dieser Antrag konterkariere.

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Das ist der neue Aufsichtsrat im Schwarzwald-Baar Klinikum

Das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen hat einen neuen Aufsichtsrat bekommen.
Das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen hat einen neuen Aufsichtsrat bekommen. | Bild: Sprich, Roland

Auch das Schwarzwald-Baar Klinikum erfährt eine Änderung: Der Kreistag hat einen neuen Aufsichtsrat beschlossen. Zehn Mitglieder, vier mit CDU-Parteibuch, zwei Freie Wähler, zwei Grüne und jeweils ein SPD- und FDP-Mitglied bilden den Aufsichtsrat: Erik Pauly, Michael Schmitt, Fritz Link und Thomas Ettwein für die CDU, Walter Klumpp und Klaus Götz für die Freien Wähler, Christian Kaiser und Ursula Roth-Ziefle für die Grünen, sowie Anton Knapp (SPD) und Adolf Baumann (FDP).