Erstmals erstrahlt Löffingen als riesiger, begehbarer Adventskalender. Ab dem 1. Dezember wird Tag für Tag bis Weihnachtgen ein neues beleuchtetes Adventsfenster aufleuchten. Diese Fenster laden die Bevölkerung zu einem Abendspaziergang ein, ein Flyer zeigt den Weg von Fenster zu Fenster. So entstand ein Adventskalender im XXL-Format, der sich über ganz Löffingen erstreckt.

  • Ideengeberin: Die Idee der leuchtenden Adventsfenster hatte Klassenlehrerin Corinne Knittel, die dies in der Schweiz gesehen hatte. Als sie Idee ihrer Klasse 8d vorstellte, waren die Schüler Feuer und Flamme. „Da es in der Klasse gerade 24 Schüler gibt, war es ideal, 24 Fensterbilder zu kreieren“, informiert Corinne Knittel. Unterstützung bekam sie von Kunstlehrerein Bernadette König, die nun seit Oktober mit den Schüler dabei ist, das Projekt zu realisieren. Begeistert über diesen XXL-Adventskalender zeigte sich auch Rektorin Silke Keller: „Es ist einfach schön, die Kreativität und auch das Engagement der Schüler zu sehen“.
  • Intensive Vorarbeiten: Von der Idee bis zur Realisierung waren die Schüler schon ordentlich gefordert. So galt es nicht nur sich um das Motiv für das Adventsfenster zu kümmern, sondern auch das Adventsfenster zu suchen. Geschickt verkauften die Schüler ihre Ideen auch bei Bürgermeister Tobias Link, sodass nun im Rathaus, Schule, Kindergarten, Café Naschwerk, Friseur Hofmeier, Sparkasse, Schreibwaren Hauser, Stadtbücherei, Grundschule, Kaplanei, Schuhmacher Scholz oder auch an zahlreichen Privatfenstern ab 1. Dezember Adventsfenster leuchten werden.
  • Kreative Fensterbilder: Viel Arbeit und Energie haben die 24 Schüler in dieses Kunstprojekt gesteckt, wobei es noch nicht ganz fertig ist. „Die Arbeit hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als geplant“, so Kunstlehrerin König. Deshalb müsste der eine oder andere Schüler mit großem oder sehr filigranen Bild noch zusätzlich in die Schule kommen. Rektorin Silke Keller, die von diesem Kunstprojekt sehr begeistert ist, bot den Schülern an, die eine oder andere Stunde für das Projekt abzuzwacken, damit die Schüler nicht zusätzlich kommen müssen. Seit Oktober wurden Motive gesucht, teils selbst kreiert, teils aus dem Internet angepasst. Diese wurden dann im kleinen Motiv erarbeitet, bevor es an die großen Fensterbilder ging. „Das Schaufenster von Schuhmacher Franz Scholz ist 2,40 Meter breit“, erklärt Moritz Heer, der mit Lienal und Messer die exakten Schnitte aus dem schwarzen Papier schneidet. Niclas Pfeifer hat sich für seinen Namenspatron Nikolaus entschieden, das Fenster wird bei Opa Gerhard Pfeifer auf dem Alenberg ab 6. Dezember erstrahlen. Die Adventsstimmung von Carolin Scherzinger ist an der Rötenbacher Straße zu bewundern, Ron Heitzmann hat sich für Schwarzwaldmotive entschieden, das Fenster ist im Café Naschwerk zu sehen. Angelina Schätzle hat sich das Fenster im Rathaus mit den Maßen 75 x 150 Zentimeter gesichert und Lena Döring hat sich in ihrer Collage für gleich mehrere typische Schwarzwaldmotive wie den Bollenhut entschieden, während Hannes Hasenfratz sein Adventsbild auf dem Reichberg bei den Großeltern erstrahlen lässt.