Löffingen (pb) Erstmals hat der Löffinger Schulverbund zwölf Streitschlichter. „Konflikte nehmen auch in der Schule immer mehr zu“, informierte Schulsozialarbeiterin Stefanie Gutenkunst, welche die Idee hatte. An zwei Tagen stellten sich die Achtklässler dieser Zusatzausbildung als Mediatoren für den konstruktiven Umgang zur Schlichtung von Konflikten.

Lehrerinnen vermitteln Kompetenzen

Zusammen mit der Schulsozialarbeiterin waren es die beiden Lehrkräfte Bernadette König und Falco Zipfler, welche den Schülern verschiedene Kompetenzen und Mediationen aufzeigten. „Solche Ausbildungen haben positive Wirkung auf das gesamte Schulklima“, erklärte Gutenkunst. „Wenn aus Spaß Ernst wird“, sind die Streitschlichter nun parat, um mit den Konfliktparteien eine Lösung zu finden.

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Die Schüler können sich bei Problemfällen von Montag bis Freitag in der zweiten großen Pause bei den Streitschlichtern melden. Dieser Tage stellten die Schulsozialarbeiterin Stefanie Gutenkunst und die Streitschlichter ihre Arbeit in der Schule vor. Dabei konnten die Schüler mittels eines Wappens eine Selbstreflexion vornehmen, um dann die Selbstwahrnehmung zu stärken. Fragen, „was kann ich gut oder was könnte ich besser machen?“

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Lena Weißenberger 14 Jahre: Sie ist eine der neuen Streitschlichter. „Ich möchte helfen, wenn es Probleme gibt“, erklärt sie. Es wäre eine gute Vorbereitung für ihren Berufswunsch im sozialen Bereich. Dass die Ausbildung noch mit einem Zertifikat belohnt wird, findet Lena Weißenberger echt toll.

Auch Vorteile für die Schlichter

Laura Friedrich 13 Jahre: Die Schülerin sieht das ähnlich, auch sie möchte sich im Sozialbereich engagieren. „Die Streitschlichterausbildung ist eine gute Grundlage, die mir nicht nur Spaß macht sondern auch große Vorteile bringen kann“.

Schwächere unterstützen

Lina Kanitz 14 Jahre: „Ich möchte im Streitfall helfen, Schwächere zu unterstützen und Probleme im Zwischenmenschlichen lösen“. Als Streitschlichter möchte sie die Konflikte nach Möglichkeit schon zu Beginn lösen, damit es nicht zur großen Konfrontation kommt.

Fünf Phasen einer Schlichtung

Die Schlichtung ist in fünf Phasen aufgeteilt, wie Stefanie Gutenkunst aufzeigte. Die Schlichtung einleiten, den Sachverhalt klären, eine Vertiefung, dann eine Lösung suchen und eine Vereinbarung schriftlich fixieren. Beide Streitparteien müssen natürlich anwesend sein, freiwillig kommen und auch bereit sein, die Vereinbarung anzunehmen.