Mit 1000 Läufern und damit 300 mehr als bei der Premiere im Vorjahr, war das Teilnehmerfeld gut gefüllt. Der jüngste Läufer war sieben, der älteste 81 Jahre. Die Strapazen und die Belohnung am Ende war für jeden Läufer dieselbe: Eine 360-Grad-Panoramaaussicht von Deutschlands höchstgelegener Besucher-Aussichtsplattform. Doch vor die Belohnung haben die Organisatoren die Anstrengung gesetzt. In diesem Fall waren die Herausforderung 1390 Treppenstufen, die bezwungen werden mussten.

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Für die Überraschung des Tages sorgte Verena Schmitz aus Konstanz. Die Sportwissenschaftlerin unterbot die bis dahin geltende Bestzeit von Vorjahressiegerin und bis dahin führende Martina Nagel aus Schramberg um eine Sekunde. „Diese Zeit muss sogar noch höher bewertet werden, da Schmitz auf dem Weg nach oben mehrere Läuferinnen im Treppenhaus überholen musste. Das musste Nagel, die mit der Startnummer eins startete, nicht“, erklärte Christian Dillschnitter von der Agentur Pulsschlag, die das Event organisierte.

Warum nimmt man solche Strapazen in Kauf?

Verena Schmitz selbst war von ihrem Sieg überrascht. Warum nimmt man solche Strapazen in Kauf? „Weil es Spaß macht, die eigenen Grenzen auszureizen“, sagte die 35-Jährige. Sie hat für den Towerrun ein spezielles Training absolviert. „Unter anderem in meinem eigenen Treppenhaus, sehr zum Erstaunen meiner Nachbarn“, sagte Schmitz, die zudem auch Deutsche Meisterin wurde.

Bei den Herren-Einzelläufern verpasste Vorjahressieger Christian Riedl mit einer Zeit von 7,06 Minuten knapp den Sieg in der Einzelwertung. Als bester Deutscher wurde er dennoch Deutscher Meister. Auch hält er nach wie vor die Bestzeit aus dem Vorjahr von 6,56 Minuten.

Läufer stehen und liegen erschöpft nach dem Towerrun im Rottweiler Testturm von ThyssenKrupp auf der Aussichtsplattform, rechts steht Fabio Ruga aus Italien, Erstplatzierter (Männer) des Towerruns.
Läufer stehen und liegen erschöpft nach dem Towerrun im Rottweiler Testturm von ThyssenKrupp auf der Aussichtsplattform, rechts steht Fabio Ruga aus Italien, Erstplatzierter (Männer) des Towerruns. | Bild: Sebastian Gollnow, dpa
Christian Riedl, Zweitplatzierter und bester Deutscher der Männer, rennt im Treppenhaus die Stufen hoch.
Christian Riedl, Zweitplatzierter und bester Deutscher der Männer, rennt im Treppenhaus die Stufen hoch. | Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Neben Einzel-, Team- und Staffelläufern gab es auch spezielle Wertungen für Feuerwehrleute und Polizisten. Feuerwehrleute bestiegen den Turm mit Atemschutzmaske und Atemluftflaschen, die Ausrüstung wiegt gut und gerne 25 Kilo. Nicht viel weniger bringt die Körperschutzausstattung der Polizei-Spezialtruppe auf die Waage. Mit Schutzhelm, Haube und verschiedenen Einsatzmitteln ausstaffiert, bewiesen die Einsatzkräfte ihre Fitness. 100 Polizeibeamte aus ganz Baden-Württemberg nahmen an dem Wettkampf teil, der zugleich auch Nachwuchs- und Imagewerbung war.

Geschafft. Daniel Traub von der Polizei bewältigte die 1390 Stufen in voller Montur in 17,04 Minuten.
Geschafft. Daniel Traub von der Polizei bewältigte die 1390 Stufen in voller Montur in 17,04 Minuten. | Bild: Sprich, Roland
Für die Feuerwehrleute ist der Towerrun mit Atemschutzgeräten eine besondere Herausforderung.
Für die Feuerwehrleute ist der Towerrun mit Atemschutzgeräten eine besondere Herausforderung. | Bild: Sprich, Roland
Im 14. Stock sind die Kräfte der Feuerwehrleute weitgehend verbraucht. Auf den letzten Stockwerken müssen die Ressourcen eingeteilt werden.
Im 14. Stock sind die Kräfte der Feuerwehrleute weitgehend verbraucht. Auf den letzten Stockwerken müssen die Ressourcen eingeteilt werden. | Bild: Sprich, Roland

Der älteste Teilnehmer war der 81-jährige Georg Miosga-Molière aus Berlin. „Ich laufe überall, wo es hoch ist“, verriet er. Unter anderem trainiert er in den 25 Stockwerken des Universitätsklinikums Charité.

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