Ute und Klaus Ummenhofer aus Mönchweiler waren mit ihrem Wohnmobil unterwegs nach Australien. In loser Reihe begleitet der SÜDKURIER das Ehepaar auf seiner Tour. In den vergangenen Monaten erlebten die beiden eine spannende Reise. Australien allerdings werden sie nicht erreichen. In Indonesien fiel die Entscheidung für den Abbruch der Tour.

  • Auf nach Indonesien: Nach dem Übersetzen von Malaysia nach Indonesien mit einem Ponton, einem flachen Transportboot, ging für das Ehepaar Ummenhofer die Reise allerdings zunächst noch durch das schöne Indonesien. Sumatra, die nördlichste indonesische Insel, war die erste Station. Weiter ging die Tour über die quirlige Stadt Bukittinggi, direkt am Fuße des Merapi, dem größten von drei Vulkanen, die die Stadt umgeben.
  • Die Kraft der Vulkane: Ein atemberaubender Blick vom eigentlich gesperrten Kraterrand des zwei Tage zuvor wieder ausgebrochenen, anderen riesigen Vulkans Krakatau war ein weiteres besonderes Erlebnis. Nach dem Ablegen von der Vulkaninsel konnten sie weitere Eruptionen beobachten. Die riesige Rauchsäule war noch aus mehreren Kilometern zu sehen.
  • Java und Bali: Für den nächsten Tag stand die Überfahrt nach Java an, der bevölkerungsreichsten Insel. Vorbei am Kratersee des Kawah Putih führte die Route nach Zentraljava zu den hinduistischen Tempelanlagen von Prambanan. Dort beobachten die Reisenden unter anderem wie Hindus beim Kassadafest Opfergaben in einen Vulkankrater warfen, um die Götter milde zu stimmen. Danach erreichten sie Bali. Auf einer Inselrundfahrt mit ihrem Wohnmobil "Brummi" besuchten sie den auf einem Felsen im Meer liegenden Tempel Tanah Lot und viele weitere kleinere Tempelanlagen.
  • Das Ende der Reise: "Leider ist Bali die letzte indonesische Insel, die wir besuchen und gleichzeitig der Endpunkt unserer Reise. Zum Einen zieht es uns aus familiären Gründen etwas früher zurück in die Heimat, aber auch die Einreiseformalitäten der Australier in Darwin mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand schrecken uns ab. Die australischen Quarantänerichtlinien verlangen von uns ein klinisch reines Wohnmobil ins Land einzuführen. Dafür müssten wir tagelang unser Auto schrubben. Besondere Sorge bereiten uns winzige Ameisen, die wir seit Kambodscha immer wieder im Fahrzeug haben. Wir entschließen uns daher, die Reise auf Bali zu beenden", teilten Klaus und Ute Ummenhofer zum Abschluss ihres 13. Etappenberichts mit. Zudem sei man schon zweimal zuvor in Australien gewesen und der mehrfache Ausbruch des Vulkans Agung hätte möglicherweise den Rückweg abgeschnitten. Einen anderen Rückverschiffungshafen von Indonesien gebe es nicht.
  • Resümee: Rückblickend sei die Reise ein einmaliges Erlebnis gewesen und alleine das Gefühl mit dem Wohmobil auf dem Landweg nach Bali gekommen zu sein befriedige sie in höchstem Maße. 47.000 Kilometer sind Ummenhofers bis dahin ohne jegliche Unfälle oder sonstige große Zwischenfälle gefahren.